FACHBEITRAG: Post-bürgerlich

von Christian Holl (16/1)

Heute würde man von einem Turnaround sprechen. Frankfurt am Main hatte bis zum Ende der 1970er Jahre keinen guten Ruf. Als „Krankfurt“ und „Mainhattan“ stand dieser Ort sinnbildlich für die Auslieferung der Stadt an das Kapital und für sämtliche Fehlentwicklungen der Stadtplanung. Hausbesetzungen und Protestmärsche machten bundesweit auf die Zerstörung von Wohnhäusern im Westend aufmerksam. Bis Ende der 1980er aber hatte sich Frankfurt unter anderem mit dem Museumsufer am Schaumainkai auf die vorderen Plätze des Architekturtourismus katapultiert.

Rechts geht es überall hin, doch geradeaus wartet die geballte Postmoderne aufs flanierende Publikum (Bild: Daniel Bartetzko)

Die aufgewertete Stadtpromenade am Main stand für den Slogan „Kultur für alle“ des Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann, unter dessen Regie Frankfurt elf Prozent seines Haushalts für Kulturprojekte ausgab – mehr als jede andere Stadt der Welt. Eine von seinerzeit mehreren neuen Museumsgründungen war die 1986 eröffnete Kunsthalle Schirn zwischen Dom und Rathaus, die bis heute als städtische Gesellschaft geführt wird. Nach langen Auseinandersetzungen um die Bebauung dieses Bereichs schuf der Wettbewerb von 1979/80, den das Büro Bangert Jansen Scholz Schultes BJSS gewann, die Voraussetzungen für den Bau der Kunsthalle und dem Wiederaufbau der Römerberg-Ostzeile, die durch zwei rückwärtige Parallelbauten „hinreichend zu einem ’neuen Objekt‘ verfremdet und damit von der Peinlichkeit befreit, als Plagiat zu gelten“ (Müller-Raemisch, 347) worden war.

Die Straße der Lucky Loser

Die siegreichen Architekten hatten außerdem zur Südseite hin an der Saalgasse eine Reihe von Stadthäusern vorgeschlagen, angelehnt an die Bebauung, die hier vor der Kriegszerstörung zu finden gewesen war. Im Gegensatz zum Römerberg, wo politisch die Rekonstruktion bereits entschieden worden war, zog man sie für die Saalgasse nie in Erwägung. Die Architekten der zwölf Gebäude kommen aus den Büros, die im Kunsthallen-Wettbewerb Preise und Ankäufe erhalten hatten. Von den 14 Parzellen wurden die drei am Weckmarkt, am östlichen Ende gegenüber des Doms, zusammengefasst und von BJSS entworfen, um einen harmonischen Übergang zur Stirnfassade der Schirn und zum Dom zu gewährleisten. Die beiden nicht deutschen Architekten Adolfo Natalini und Charles Moore waren bei der Platzwahl bevorzugt worden – sie bekamen die beiden etwas breiteren zentralen Parzellen links und rechts des sich an dieser Stelle bis zur Saalgasse hin erstreckenden Querbaus der Schirn zugeteilt. Unter Federführung des Hochbauamts wurden in Workshops die Entwürfe aufeinander abgestimmt und weiterentwickelt.

Das „aufgeklappte Haus“ (1984) von Charles Moore; links daneben die Treppe zur Schirn (Bild: Daniel Bartetzko)

Die Breite der Parzellen betrug meist 7,50 Meter, die einheitliche Tiefe 10 Meter. Vorgegeben war eine viergeschossige Bebauung, die Wohnnutzung mit Ausnahme des Erdgeschosses sowie die Firsthöhe. Die Sockelzone sollte betont, der Putz hell und das Dach mit Schiefer oder Zink gedeckt werden. Davon abgesehen war der Umgang mit der  historischen Referenz der Altstadtbebauung freigestellt und ist entsprechend unterschiedlich ausgefallen. Sie reicht vom dominanten, ausladenden Erker über verspielte, kleinteilige und abgestufte Kompositionen bis hin zum gänzlich aufgeklappten Bau von Charles Moore. Er nutzte die etwas breitere Parzelle, um das von ihm entworfene Stadthaus so zur Straße hin zu öffnen, dass es zunächst wie zwei Gebäude wirkt und den Blick auf die Treppe lenkt, die beide Haushälften miteinander verbindet.

Und so ist die Saalgasse nicht zuletzt auch wegen der Architekten aus Italien und den USA ebenfalls Teil des Parcours geworden, der Architekten, Architekturstudenten und -interessierte in den späten 1980ern und frühen 1990ern zu den Höhepunkten neuen Bauens in Frankfurt führte. Die Saalgasse nimmt dabei in eine Sonderstellung ein, weil sich in ihr auf besondere Weise Stadt- und Architekturgeschichte überlagern. Die Geschichte des Ortes, der Hintergrund der Auseinandersetzung um Rekonstruktion, das Ringen um angemessene Formen innerstädtischen Wohnens und die Frage danach, wie historische Bezüge in eine zeitgenössische Architektur überführt werden können, verbinden sich hier zu einem Ensemble mit einer hohen Dichte von formalen Einfällen. Das mag als angestrengte Originalität und Jahrmarkt der Eitelkeiten abgetan werden, bleibt aber dennoch ein aufschlussreiches Projekt dafür, wie sich ein Haustyp architektonisch adeln und Protest gegen Wohnraumvernichtung gefällig als Respektieren der Geschichte der Stadt sublimieren ließ. Und schließlich drückt sich hier eine Architekturauffassung aus, die dafür, wie über Schönheit der Architektur gesprochen wird, bis heute bedeutsam ist.

Das Neue im Alten

Einwandfrei die ästhetischen Erwartungen des bildungsbürgerlichen Mittelstands bedient (Bild: Daniel Bartetzko)

Das Stadthaus ist seit den 1970ern ein von Bund, Ländern und Kommunen durch Wettbewerbe, Modellvorhaben und Ausstellungen propagierter Typ, von dem man sich erhoffte, junge Familien in den Kernstädten zu halten. Man griff dabei auf alte städtische Typen des Bürgerhauses wie das Bremer Haus oder das im Rheinland verbreitete Dreifensterhaus zurück. Das Stadthaus versprach eine qualitative Weiterentwicklung des Wohnens im Eigentum. Trotz aller Bemühungen waren allerdings die meisten Stadthäuser an den Rändern der Großstädte als höherwertige, gestalterisch aber meist banale Reihenhäuser zu finden, die selten die Aufmerksamkeit der Architektenschaft erregten; in der Innenstadt blieben sie die Ausnahme. Wohl nicht ohne Grund: Im Stadthaus wird ein Stadtbürgertum beschworen, wie es das 19. Jahrhundert kannte, das so in der Wirklichkeit des ausgehenden 20. Jahrhunderts aber nicht mehr in der prägenden Mehrheit zu finden ist. Unter den heutigen Bodenpreisen und anderen Bedingungen des Bauens ist das Stadthaus eine den Besserverdienern vorbehaltene Wohnform geblieben, die Eigentum mit Stadtidentität und mittelständischem Selbstbewusstsein vereint. Von dieser Klientel wurde dann aber oft die gut ausgestattete Eigentumswohnung oder das Wohnen zur Miete vorzogen. Als Townhouse erlebte das Stadthaus zwar eine kurzzeitige Renaissance nach der Jahrtausendwende, spielt aber in den neueren Debatten keine nennenswerte Rolle mehr.

Im Hinblick auf die Frage, was das nun mit Schönheit zu tun hat, ist dieser Kontext nicht so nebensächlich wie er zunächst scheint, denn auch ästhetisch werden Erwartungen mittelständischen Bildungsbürgertums bedient. Neu ist hier die Form: Die spielerischen Anverwandlungen von Balkonen, Erkern, Dachformen und Fensteröffnungen bis hin zu Tierfiguren und als Erker verwendete, umgedrehte Hauszitate wie im Fall der Saalgasse 16 (Architekten Berghof Landes Rang) verbinden zwei für die Postmoderne typische Ebenen. Zum einen die Vorstellung eines bürgerlichen Bildungskanons des Klassischen, der sich auf einen historischen Typ bezieht, mit einem „Allgemeinheitsanspruch erhebenden ästhetischen ‚Geschmack‘, der mit einem entsprechend schematisierten Schönheitssinn einhergeht“ (Reckwitz, 70).

Haus Saalgasse 6: Blickt uns hier gar ein Manifest an? (Bild: Daniel Bartetzko)

Als Paradoxon wird das vermeintlich Zeitlose aus der historischen Perspektive gewonnen – und muss hier noch die Tragfähigkeit dafür, als „zeitlos“ gelten zu können, unter Beweis stellen. Deshalb musste die Eignung von historischem Vokabular für die zeitgenössische Gestaltung demonstrativ formuliert werden. Zum anderen wird hier eine kreative Praxis artikuliert, in welcher der sich der Reiz des Neuen als konstituierende Qualität auch jenseits eng definierter Kunstfelder etabliert: in Design, Stadtgestaltung und eben Architektur. „Das Neue ergibt sich nicht in einem genieästhetischen Originalitätsanspruch, sondern nistet sich in die Wiederholung des Gegebenen und Vergangenen ein“, so nochmal Andreas Reckwitz über postmoderne Kunst. Es klingt wie eine Paraphrase der Erläuterung des Architekten Peter Aribert Herms zum Haus Saalgasse 6, in der es heißt: „Manifestation des ‚Alten‘ in den überhaupt noch nicht ausgeschöpften Möglichkeiten als ‚Neues‘ in formaler konstruktiver und funktionaler Hinsicht.“

Erzählungen von Architektur und Architekten

Bereits das Bauhaus hatte die Grenze zwischen Kunst und Handwerk, zwischen Kunst und Industrie aufgehoben, aber erst in der Postmoderne entfaltet sich das Kreativitätsdispositiv (Reckwitz) auf breiter Ebene. Das Feld der Kreativität, das künstlerische Ansprüche in allen Bereichen des Gestaltens zulässt, umfasst nun ein umfassendes Reservoir von Zeichen und Objekten, die zu Bedeutungszusammenhängen montiert werden können: Nicht nur „Kultur für alle“, sondern auch potenziell „aus allem“ – und zumindest tendenziell auch „von allen“. In der Architektur wird die Fassade wieder zu einem Thema der Architektur, die sich nicht mehr darauf beschränken muss, dem Dogma von Ehrlichkeit (die letztlich auch auf einer Vereinbarung beruht) zu folgen, das keine Formentwicklung oder Applikation losgelöst von funktionellen Nutzungsparametern, konstruktiver Repräsentanz und der Zurschaustellen von Fähigkeiten des Baumaterials zugelassen hatte.

Dazu fällt einem nichts mehr ein. Doch das muss es auch nicht – das ist der springende Punkt (Bild: Daniel Bartetzko)

Nun aber konnten Zeichen und Objekte als narrative Elemente auf eine Weise kombiniert werden, dass sie sich auf Geschichte des Ortes, auf die Nutzung, den Bauherrn oder den Haustyp beziehen können. Vor allem aber beziehen sie sich auf andere Architektur, auf das Bauen im Allgemeinen und auf das Recht des Architekten, sich kreativ äußern zu dürfen. Die Fassade berichtet, was Architektur bedeuten kann, der Architekt wird an die Figur des Künstlers gerückt und freier in seinen Äußerungen. Die Figur des Stararchitekten geht darauf zurück. In der Saalgasse ist deutlich sichtbar das Recht des Entwerfenden eingefordert, Gestaltung nicht begründen können zu müssen – auch das ist paradox: Es finden sich Zeichen, die darauf verweisen, nicht als Zeichen, sondern nur in ihrer sinnliche Qualität bewertet werden zu sollen. Die Einschätzung von Architektur wird dadurch sehr viel stärker bildhaft und löst sich von der des Grundrisses, der sich nun nicht mehr, wie oft in der Moderne, als ein auf das Außen bezogenes Innen entwickelt. In der Broschüre „Bauen für Frankfurt“ der Stadt spielen Grundrisse selten eine besondere Rolle.

Ein persönliches Resümee

Lustvolle Zurschaustellung von Baumaterial und Kunstfertigkeit : Westhälfte der Saalgasse; vorne Hausnummer 22, Architekt Adolfo Natalini (Bild: Daniel Bartetzko)

Und, ist sie nun schön, die Saalgasse? Der Architektur und Architektenstatus reklamierende Gestus rührt zumindest an, da ihn aus heutiger Sicht der nostalgische Hauch des ehemals Neuen umweht. Die Häuser der Saalgasse sind Teil einer Erzählung der Stadt und der Auseinandersetzung über sie geworden. Sie sind Teil der damaligen Hoffnung, die Bürgerstadt und deren Freude am Ornament wiederbeleben zu können. Sie hat sich nicht erfüllt, mögen auch nebenan nun gerade weitere Stadthäuser auf altem Stadtgrundriss wieder errichtet werden. Das Ensemble der Saalgasse formuliert aber auch den Anspruch auf eine Relevanz der Eigenständigkeit von Ästhetik und der Rolle des Architekten als deren Schöpfer, die bis heute den Diskurs prägt.

Das Stadthaus war dafür vielleicht neben Institutionen der bürgerlichen Selbstvergewisserung, wie es das Museum ist, noch der naheliegendste Typ, da er die Übereinstimmung mit Nutzer, dem Bauherrn zumindest suggeriert. Und damit der Auseinandersetzung mit der Form die Weihe der Übereinstimmung mit dem Habitus des Nutzers verleiht. Der dies ermöglichende Städtebau erscheint dann als Abbild und Garant einer gesellschaftlichen Ordnung. Ihn fordern zumindest einige jener, die 1980 am Beginn ihrer Karriere standen, unter dem Diktum des Klassischen ein, in dem sich genau jener schematisierte Schönheitsbegriff findet, den die Saalgasse noch nicht formulieren konnte, weil sie durch das Neue die kontingente Qualität des Alten sichtbar machen musste. Diese Rechtfertigungsrhetorik ist heute nicht mehr nötig. Heute kann das als klassisch Apostrophierte sich ohne sie auf das beziehen, was einmal das Neue war.

Ist das Kunst oder – ach, lassen wir das! (Bild: Daniel Bartetzko)

Daher fällt es mir schwer, hier über Schönheit ohne die Wertung der Zusammenhänge zu urteilen. Die Saalgassenhäuser konnten das Versprechen der Reaktivierung einer bürgerlichen Stadt des 19. Jahrhunderts (glücklicherweise) nicht umfassend einlösen. Auf die heutigen Herausforderungen der Städte können sie keine Antwort mehr geben, besonders in den aktuellen Diskussionen wird es offensichtlich. Das, was sie zu repräsentieren vorgeben, konnten sie nicht erzwingen, und so sind ihre Formen frei für eine Bewertung, die sie nicht mehr an das binden muss, was sie ursprünglich zu bedeuten intendierten. Und dann bereitet mir der Übermut an Formen, Farben und Mustern angesichts der glatten Zurückhaltungsnoblesse und reduzierter Typisierung heutiger Wohnarchitektur, die jede Auseinandersetzung über ihre gestalterische Qualität von vorneherein mit dem Verweis auf den vermeintlich zeitlosen klassischen Kanon ausschließen möchte, durchaus viel Freude.

Rundgang

… durch eine postmoderne Stadthaus-Vision, die selbst schon Architekturgeschichte ist.

Literatur

Reckwitz, Andreas, Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung, Berlin 2012.

Holl, Christian/Jessen, Johann (Hg.), Aufwertung des innerstädtischen Wohnens seit den 1970er Jahren, in: Harlander, Tilman (Hg.), Stadtwohnen. Geschichte, Städtebau, Perspektiven München 2007, S. 276–309, hier S. 282 f.

Müller-Raemisch, Hans-Reiner, Frankfurt am Main. Stadtentwicklung und Planungsgeschichte seit 1945, Frankfurt am Main/New York 1996.

Bauen für Frankfurt. Ein Querschnitt durch das städtische Baugeschehens 1978 bis 1984, hg. vom Magistrat der Stadt Frankfurt, Dezernat Bau, Hochbauamt, Frankfurt am Main 1984.

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PORTRÄT: Gute Bausünden

von Turit Fröbe (16/1)

Originelle, gut gemachte Bausünden, die von Ambitioniertheit, Mut und Fantasie zeugen, sind leider viel seltener, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die große Mehrheit der Bausünden ist austauschbar, langweilig und macht aus unseren Städten Einheitsbrei. Diese „schlechten Bausünden“ werden in der Regel übersehen, weil sie als einzelnes Objekt kaum Anstoß erregen. Sie sind unsichtbar und gefährlich.

SIEGEN: Liebevoll durchgestaltet wurde dieser Restaurant-Annex in Siegen an einer steil abschüssigen Straße. Auf Fußgängerniveau erscheint das Objekt als nahezu geschlossener Monolith – in den oberen Etagen öffnet es sich mit unregelmäßig angeordneten Plattformen und einem auskragenden Erker. Das System der Außenlaternen wird zum Ornament der Komposition (Bild: Turit Fröbe)

Meist entzündet sich der Volkszorn an gut gemachten Bausünden. Sie sind sichtbar und gefährdet! Diese jedoch vor der Abrissbirne zu schützen lohnt sich, da diese Sünden durchaus Potential für ihre Städte besitzen. Infolge ihrer Expressivität haben sie eine starke Bildqualität, die für Wiedererkennbarkeit und Orientierung sorgt, was, angesichts der kontinuierlich zunehmenden schlechten Bausünden, immer wichtiger wird.

Bei genauerer Betrachtung entfalten diese geschmähten Objekte außerdem eine überraschende ureigene Schönheit und einen ganz eigenwilligen Charme. Dabei zeigt sich, dass Bausünde nicht gleich Bausünde ist, sondern dass die Objekte ganz unterschiedliche Qualitäten und Entstehungsgeschichten aufweisen. So manche Bausünde ist einfach nur aus der Mode gekommen und erfreute sich in der Erbauungszeit möglicherweise sogar einmal gewisser Beliebtheit. Andere waren von vornherein vielleicht etwas verunglückt aber gut gemeint; ein sehr großer Anteil von gut gemachten Bausünden wurde erst nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben durch Anbau, Umbau, Überformung, Dekoration oder sonst was. Die Spielarten sind so individuell wie die Bausünden selbst.

Kleine Parade der Bausünden (Bilder: Turit Fröbe)

ARNSBERG: Das Beispiel zeigt, wie sich einer aus der Mode gekommene Gründerzeitfassaden elegant ein modernes Antlitz geben lässt. Man hake sie rechts und links beherzt unter und gebe ihr eine neue Frisur, überforme ganz oder zumindest zum Teil die Erdgeschosszone …

PADERBORN: Dieses verspiegelte 70er-Jahre-Ufo in Paderborn reagiert nicht nur auf den urbanen Kontext, sondern nimmt ihn förmlich in die eigene Komposition auf.

HANNOVER: Die Bauaufgabe, die den Architekten in der Nachkriegszeit die größten gestalterischen Freiräume offerierte, war zweifellos das Parkhaus.

BIELEFELD: Der Fantasie der Parkhausplaner waren kaum Grenzen gesetzt. Zumindest in westdeutschen Städten sind sie ein relativ zuverlässiger Garant für gut gemachte, ausdrucksstarke Bausünden.

LÜNEBURG: Feine Fahrzeugbunker finden sich auch in Städten mit ansonsten intakter historischer Innenstadtbebauung. So in Lüneburg, wo ein Parkhaus an eines der Wahrzeichen der Stadt geklebt wurde. Klar, so ein Wasserturm wirkt aus der Ferne und wird nicht unbedingt im Stadtraum aufgesucht.

POTSDAM: Im Vergleich zum Potsdamer Wasserturm, um den der Hauptbahnhof herumgewuchert ist, hat der Lüneburger Turm jedoch viel Raum, um zu atmen.

MANNHEIM: Auch die Postmoderne war eine Hochphase guter Bausünden. Das Mannheimer Stadthaus widerlegt, dass diese Architekturen entweder postmodern oder hightech sein mussten – aber nicht beides. Hier kreuzte man den griechischen Tempel mit Barockschloss und Centre Pompidou.

BRAUNSCHWEIG: Wie fließend die Grenze zwischen guter Architektur und guter Bausünde ist, zeigt Gottfried Böhm, der zu Recht jahrzehntelang Deutschlands einziger Pritzker-Preisträger war. Seine Architekturen sind fantasievoll, expressiv und daher sehr anfällig für das Prädikat „Bausünde“. Aus seiner Feder stammt die wohl schönste Karstadt-Filiale.

MANNHEIM: Auch der Bibliotheksbau in Mannheim mit den überraschenden monumentalen Sandstein-Kugeln in den Schaufenstern, der sich jeglicher Einordnung entzieht, ist ein Werk Gottfried Böhms. Er hat sich niemals selbst zitiert, sondern für jeden Standort eine ganz eigene Eigenwilligkeit erfunden!

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FACHBEITRAG: Schon schön

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Karin Hartmann untersucht die Königsplätze von Paderborn (1969-81) und ihre Chancen, wieder zu einem echten Treff- und Mittelpunkt zu werden.

FACHBEITRAG: Schon schön

von Karin Hartmann (16/1)

Nur an wenigen Orten in Paderborn hat man das Gefühl, sich in einer Großstadt zu befinden. Einer davon ist der verdichtete Stadtraum der Königsplätze. Der zwischen 1969 und 1981 für 160 Millionen Mark errichtete Wohn- und Handelskomplex folgte der Idee einer verkehrsgerechten funktionsgeteilten Innenstadterweiterung. Wie ein Implantat liegt er in der zumeist auf mittelalterlichem Grundriss errichteten und wiederaufgebauten Innenstadt.

Ein Stück Großstadt implantiert: Die Hochebene der Königsplätze Paderborn (Bild: Jürgen Steffens)

Paderborn überschritt 1975 die 100.000-Einwohner-Marke. Mit der Eingemeindung von Schloss Neuhaus wurde Paderborn quasi über Nacht zur Großstadt. Heute gehört Paderborn mit 150.000 Einwohnern neben Bonn, Köln, Düsseldorf und Münster zu den fünf wachsenden Großstädten in NRW. Sie bildet ein wirtschaftliches Oberzentrum in Ostwestfalen-Lippe und ist als Sitz des Erzbistums Bischofsstadt. Namensgeberin ist die Pader und ihre Quellen: Der kürzeste Fluss Deutschlands entspringt in 200 Quellen unmittelbar unterhalb des Doms und bereichert die Innenstadt um ein lebendiges Gewässer und einen vielseitigen Freiraum.

Flanieren im Gemeinschaftswarenhaus

Oben wandeln, unten parken, anliefern oder in den Bus steigen – diese Funktionstrennung entsprach den städtebaulichen Zielen der 70er Jahre und führte dazu, dass im Dreieck zwischen Marien-, Western- und Königstraße der verdichtete Handelskomplex der Königsplätze entstand. Mit vier solitären Bausteinen entstand nicht weniger als eine erweiterte Stadtmitte. Hier fand der Weihnachtsmarkt statt, hier ging man einkaufen und Eis essen. Und mit dem „Dany“ wurde ein modernes Kaufhauskonzept umgesetzt: ein „Gemeinschaftskaufhaus“ unter der Beteiligung von 16 regionalen Anbietern als Shop-in-Shop-System, eine Art „Concept Store“ der früheren Jahre.

Schöner shoppen: Freiflächen vor den Kaufhäusern der Paderborner Königsplätze Ende der 1970er Jahre (Copyright: Stadtarchiv Paderborn)

Eine eingezogene Plattform, die zur Fußgängerebene wurde, nimmt einen topografischen Versprung zwischen Unter- und Oberstadt auf. Sie setzt damit von der Westernstraße kommend ebenerdig die Wegeverbindungen fort, die in Nord-Süd-Richtung vormals in kleine Nebenstraßen wie „Im Düstern“ mündeten. Der fließende Übergang von der Fußgängerzone wurde mit einer herben Abbruchkante des Komplexes am nördlichen Rand an der Marienstraße beglichen: Hier, wo es nur wenige Meter hinunter zum grünen Paderquellgebiet sind, ist das Stadtgefüge unterbrochen. Die Marienstraße nimmt die ankommende Fußgängerebene mit ihrer Laubengang-Architektur auf und leitet die Besucher mühsam über sperrige Treppen und Rampen wieder in den ebenerdigen Straßenraum hinab. Wenige Meter entfernt befindet sich die „Zentralstation“, der Knotenpunkt des Busverkehrs. Die unterdimensionierte Wendeschleife zeigt sich als dunkler, ungestalteter Stadtraum, der sich schon bald zum Problemraum entwickelt und von der Stadtbevölkerung als „Betonwüste“ beschimpft wurde.

Der Verlust der Königstraße

Tritt ein, Konsument: Rampenaufgang zum Fußgängerbreich (Bild: Jan Kampshoff)

Den Auftakt zu den Königsplätzen bildet eine große Fußgängerrampe zwischen dem Kaufhof und dem Kaufhaus Klingenthal. Das ortsansässige Textilwarenhaus wurde 1928 von Max Heidrich errichtet. Die über die Gebäudeecke geschwungene Fassade, durchgehende Fensterbänder und Simse stellen Bezüge zur Klassischen Moderne her.

Die Eingangssituation zu den Königsplätzen brachte also eine gewisse Großzügigkeit mit sich. Klar machen muss man sich allerdings, dass an dieser Stelle konsequent eine der wichtigsten historischen Straßen der Stadt überbaut wurde: die Königsstraße. Die Torsituation der beiden Kaufhäuser bildete die Eckbebauung eine der wichtigsten Kreuzungen der Stadt. Als Verbindungsstraße der Kurfürstenresidenz in Schloss Neuhaus zum Dom dienend, wurde die Königstraße durch den Neubau gedeckelt, in Teilen zur Tiefgaragenausfahrt und an der Einmündung zur Westernstraße mit ebendiesem Rampenbauwerk versehen.

Diese Geste zeigt, wie ernst den Stadtbauvätern und -müttern der 1970er Jahre diese Baumaßnahme war – überzeugt davon, dass diese Architektur die Stadt angemessen in die Zukunft tragen würde. Im gleichen Zeitraum wurden weitere Großprojekte umgesetzt: die Campus-Universität (1972), das Erzbischöfliche Diözesanmuseum von Gottfried Böhm (1975) und die Mehrzweckhalle „PaderHalle“ (1981) von Hardt-Waltherr Hämer. Innerhalb weniger Jahre änderte sich das Gesicht der Stadt maßgeblich.

Wege ins Nichts

In Ost-West-Richtung wurden die Wegeverbindungen über Rampen in Richtung Innenstadtring fortgesetzt. Rechts und links des Kaufhauses Dany und im weiteren Verlauf der Königsstraße zum Kaufhaus C&A prägen Rampen, Brücken und Treppen den Straßenraum. Zunächst war geplant, das Gebiet über den ehemaligen Wall hinaus mit einer Fußgängerbrücke ins Riemeke, ein belebtes Gründerzeitviertel, weiterzuführen und damit eine durchgehende Ost-West-Verbindung zu schaffen. Die Brücke wurde jedoch nicht ausgeführt, da man ein Kaufkraftverlust der Hauptfußgängerzone Westernstraße befürchtet. Stattdessen enden die Wege an der Westernmauer ebenso plötzlich wie an der Marienstraße. Man wird immer weiter hinaufgeführt, quert im 4. Geschoss ein gestaffeltes Wohnhaus mit acht Obergeschossen und markanten gelben Fenstern, um bis in die 1990er Jahre an einem Rampenbauwerk anzukommen, heute interimistisch ersetzt durch eine Art Geschosswohnungstreppe im Freien. Futuristische Straßenschluchten, Passagen, die durch die Kaufhausbebauung eng und uneinsichtig sind, führen zum Orientierungsverlust. Ein kleiner Platz hinter dem Kaufhaus, einen Steinwurf von der Fußgängerzone entfernt, ist bis heute vielen Paderbornern unbekannt.

Durch diese hohle Gasse mag man nicht kommen: eine der nicht ganz so gemütlichen Ecken des Ensembles (Bild: Jan Kampshoff)

Schon bald nach der Errichtung, verstärkt seit den 1990erJahren, veränderte sich das Einkaufsverhalten an den Königsplätzen. Aus ungemütlichen Räumen wurden Angsträume, Down-Trading und Leerstand führten an vielen Stellen zu einer Verwahrlosung. Das Anlieferungsdeck unter dem Kleinen Königsplatz diente mehrere Jahre als Winteraufenthalt von Obdachlosen. Der schlecht einsehbare Bereich, funktional als Anlieferzone und Nebenausfahrt der Tiefgarage nicht ständig genutzt, war fußläufig nur durch eine Tür auf der Marienstraße zu erreichen. Augenzeugen berichten von Bettenlagern, in denen die Mittellosen wohnten. Damit wurde eine andere Art von Funktionstrennung sichtbar: Während die konservative Stadtbevölkerung oben auf dem Weihnachtsmarkt flanierte, hausierten wenige Meter unter ihnen die Grenzgänger der Gesellschaft.

Liebliche Freiflächen, grobe Details

Während die Königsplätze als Ensemble eine Strahlkraft als Stadtskulptur entwickeln und in ihrer Komplexität und Konsequenz beeindrucken, geriet die Architektur insgesamt eher unbedeutend. Zwar ist besonders hervorzuheben, dass sich allein durch die Absprache der Architekten – nicht etwa durch gestalterische Vorgaben – eine einheitliche Sprache mit verbindenden Elementen wie dem roten Ziegelstein als Boden- und Fassadenmaterial und dunkelgrün-grauen Wabendecken und abgeschrägten Fassadenteilen entwickelte, doch bleibt die Detaillierung grob.

Zählt zu den Lichtblicken: die Fassade des einstigen Kaufhauses Dany (Bild: Jan Kampshoff)

Eine Ausnahme bildet die Fassade des ehemaligen Kaufhauses Dany. Auf einer einfachen Stangenkonstruktion wurden grüne, unterschiedlich breite, gefalzte, hochkant gestellte Blechelemente appliziert. Während die Barcode-Fassaden der 1990er Jahre noch nicht in Sicht waren, wurde hier genau dieser Effekt erzielt. Durch den unterschiedlichen Lichteinfall auf die Bleche changiert die Fassade und erzielt eine Tiefenwirkung, die das Volumen des großen Kaufhauses rhythmisiert und auflockert. Weiterhin hervorzuheben ist die Gesamtwirkung und Fassade des sogenannten Inselhauses in der Mitte der Plätze: Mit seinen beigen und glatten Kunststoffpaneelen und dem im gesamten Ensemble immer wieder zitierten 45-Grad-Winkel zur Staffelung der Obergeschosse wirkt es eher wie ein gelandetes Raumschiff als ein Geschäftshaus.

Ganz im Gegensatz zur Architektur steht die geradezu lieblich anmutende Gestaltung der Freiflächen und Böden: Kreisförmig gemauerte Baumschalen, Wendeltreppen, Pergolen und ein kleiner künstlicher Bachlauf mit Brunnen direkt unter dem Aufgang sind detailliert. Zur Eröffnung des „Bächle“ schrieb die Lokalpresse 1981: „Als Trennung zwischen Fahr- und Fußgängerverkehr [entsteht] ein munterer ‚Stadtbach‘. Wieder ein Beitrag gegen zu viel Beton im Sanierungsgebiet.“ Weiterhin begleiten tiefe Bepflanzungelemente aus halbierten Betonröhren alle Laubengänge und Balkonsituationen. Diesem Grün ist der teilweise regelrecht überwachsene Eindruck des gesamten Bauwerks zu verdanken. Durch den hohen Pflegeaufwand wurde der Wasserlauf in den 1990er-Jahren zugeschüttet, Brunnen und Wasserspiele sind heute nicht mehr in Betrieb.

60 Eigentümer – Fluch oder Segen?

Warum ist dieser Komplex noch heute vorhanden und nicht wie das Ihme-Zentrum oder vergleichbare Strukturen längst aufgekauft, „verschönert“ oder abgerissen worden? Die Königsplätze wurden im Einverständnis mit Grundstückseigentümern gebaut, deren Häuser für die Plätze wichen. Im Gegenzug erhielten sie Eigentum an den Plätzen und errichteten die Gebäude aus privater Hand. Diese Besitzstruktur, heute ca. 60 Eigentümer und Eigentümerinnen, gibt es heute noch – anerkannte Paderborner Kaufleute mit eigenem Haus am Platz wie Eigentümer von kleinen Einheiten im Wohnturm an der Westernmauer. Dieser Struktur und den damit einhergehenden notwendigen Abstimmungsprozessen ist es geschuldet, dass die Königsplätze lange in einem Dornröschenschlaf lagen, obwohl die Verschlechterung der Substanz und funktionale Mängel lange offensichtlich waren.

Ob’s hilft? Der Entwurf des Hamburger Büros Breimann + Bruun soll ab 2016 umgesetzt werden (Bild: Breimann+Bruun)

Erst in den vergangenen Jahren kündigen sich bauliche Veränderungen an und diese zunächst auch nur in den öffentlichen Bereichen: Bodenbeläge, Stadtmöblierung und Beleuchtung. Seit 2009 fanden Gespräche statt, 2011 wurde schließlich ein städtebaulicher Wettbewerb zur Neugestaltung beschieden und der erste Preis an foundation 5+, Kassel mit HOSPER, Haarlem (NL) vergeben.

Umgesetzt wird schließlich ab 2016 der Entwurf des zweiten Preisträgers. Das Hamburger Büro Breimann + Bruun Landschaftsarchitekten hat den Leitgedanken, die Königsstraße stadträumlich und im Straßengrundriss wiederherzustellen. Hierfür wird der Teil der Plattform über der Straße rückgebaut. Ebenso wird die Rampe zwischen den beiden Kaufhäusern durch eine Treppe entlang der Fassade Klingenthal und ein Aufzugs- und Treppenbauwerk einige Meter weiter in der Zentralstation ersetzt. Neue Materialien lassen die Gestaltqualität des Ensembles unberücksichtigt. Sie versuchen stattdessen, den öffentlichen Bereichen mit den Materialien Messing, Holz, Stahl und Granit ein neues Gesicht zu verleihen. Auch im privaten Bereich sind erste Eingriffe vorgenommen: Die fußläufige Verbindung zwischen Marienplatz und Kleinem Königsplatz wird in Verbindung mit einem Neubau am Marienplatz neu formuliert. Erste Eigentümer und neue Mieter greifen in bestehende Fassaden ein, um ihr einzelnes Objekt aufzuwerten.

Ideen von außen

Schön! Auf der Stadtdenker-Tour markierten die Teilnehmer hier 2013 ihre Liebblingsorte (Bild: Die Stadtdenker)

Durch ein 2014 angestoßenes Zwischennutzungsprojekt wird den Königsplätzen eine neue andere Aufmerksamkeit zuteil. Kreative und Künstler taten sich im Nutzerverein Zwischenstand zusammen, um Leerstände gezielt mit temporären Nutzungen zu füllen. An der Westernmauer, im kritischsten Randbereich mit seinen Angsträumen, etablierten sie den Kulturraum Zwischenstand – durch gezielte Veranstaltung mit externen Gästen wie Boris Sieverts und Jörg Leeser, ebenso Ulrich Brinkmann, der sich als ehemaliger Paderborner intensiv zur Entwicklung der Königsplätze äußerte. In Teilen der Bevölkerung, insbesondere in der jüngeren Generation findet ein Perspektivwechsel statt: Die spätmoderne Architektur wird zunehmend auch als Qualität verstanden. Dennoch verhindert die unmittelbare Nähe zu 1A-Handelsflächen und das damit verbundene Wertverständnis der Eigentümer für ihre Immobilien nachhaltigere alternative Entwicklungskonzepte.

Im Mai 2013 waren die Stadtdenker in Paderborn: Eine Gruppe von Studierenden der Universität der Künste unter der Leitung der Architekturhistorikerin und Urbanistin Turit Fröbe gastierte für eine Woche in einem leeren Bau der Königsplätze. Sie brachten der Stadtbevölkerung mit unkonventionellen Mitteln und Aktionen ein weiteres mögliches Verständnis ihrer Stadt bei. Ihre Erfahrungen und modellhaften Ergebnisse hielten Sie in einer Publikation fest. Auch ihnen ist zu verdanken, dass das überregionale Interesse an den Königsplätzen deutlich zunimmt. Verwundert entdecken Architekten, Studierende und Künstler das noch intakte Ensemble, das in dieser Form in einigen Jahren vermutlich nicht mehr nachvollziehbar und in der Heterogenität der Stadt verschwunden sein wird.

Rundgang

Auf und unter den Königsplätzen …

Literatur

Hartmann, Karin (Hg.), Interview mit Ulrich Brinkmann zu Stadtentwicklung und Architektur in Paderborn, in: Baukultur, Paderborn, 10. September 2015.

Fröbe, Turit (Hg.), Stadtdenker, Ein Spielraum für urbane Entdeckungen, Jovis 2014.

Brinkmann, Ulrich, Paderborn Königsplatz, in: Bauwelt 2012, 1-2.

„Bächle“ wird an der Marienstraße Fußgänger von Autos abschirmen, in: Neue Westfälische Zeitung, 8. Dezember 1981.

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Winter 2016: Pretty Ugly

LEITARTIKEL: Hübsch hässlich

LEITARTIKEL: Hübsch hässlich

Till Briegleb sinniert über Schönheit, Geschmack und glattgebügelten Zeitgeist.

FACHBEITRAG: Unter der Laterne

FACHBEITRAG: Unter der Laterne

Karin Berkemann staunt über einen opulenten 80er-Jahre-Bau in Langen: die katholische Albertus-Magnus-Kirche von Johannes W. M. Kepser.

FACHBEITRAG: Früher war mehr bunt

FACHBEITRAG: Früher war mehr bunt

Uta Winterhager berichtet über zwei farbenfrohe 70er-Jahre-Hochhäuser in Köln: das Herkuleshaus und die Doppeltürme der Deutschen Welle.

FOTOSTRECKE: Habiflex

FOTOSTRECKE: Habiflex

Jan Kampshoff belichtet ein gescheitertes Zukunftsprojekt: In Dorsten findet sich im Stadtteil Wulfen das Habiflex.

INTERVIEW: Ursulina Schüler-Witte zum Bierpinsel

INTERVIEW: Ursulina Schüler-Witte zum Bierpinsel

moderneREGIONAL sprach mit der Architektin über das Turmrestaurant Steglitz, in Berlin besser bekannt als „Bierpinsel“.

FACHBEITRAG: Post-bürgerlich

FACHBEITRAG: Post-bürgerlich

Christian Holl betritt den postmodernsten Straßenzug der Mainmetropole, deren Römer gerade wieder der nächsten Rekonstruktion entgegensieht.

PORTRÄT: Gute Bausünden

PORTRÄT: Gute Bausünden

Turit Fröbe fotografiert Bausünden in ganz Deutschland. Und entdeckt doch immer wieder die Qualitäten der kritisierten Bauwerke.

FACHBEITRAG: Schon schön

FACHBEITRAG: Schon schön

Karin Hartmann untersucht die Königsplätze von Paderborn (1969-81) und ihre Chancen, wieder zu einem echten Treff- und Mittelpunkt zu werden.