Wir wagen zu behaupten: Nie war Werbegrafik so elegant wie in der Zwischenkriegszeit. Hier boten die modernen Bildmedien plötzliche neue Möglichkeiten und Inspirationen. Denn Avantgarde-Strömungen wie Architektur, Produktdesign, Theater und Film beeinflussten sich wechselseitig in ihrem optimistischen Streben nach einer neuen, klaren, sachlichen Neugestaltung der Welt. Grund genug, dass eine Ausstellung in Zürich nun den Blick zurück wagt.
Gezeigt werden Plakate des russischen Konstruktivismus von El Lissitzky und Valentina Kulagina sowie Grafiken des Art décovon Adolphe Mouron Cassandre. Nicht zu vergessen sachliche Akzente der Neuen Typografie von Jan Schichold oder fotografische Experimente von Lucia Moholy und Binia Bill. Die Ausstellung „Avantgarde – Grafikdesign im Aufbruch“ ist vom 3. September 2026 bis zum 21. Februar 2027 zu sehen im Museum für Gestaltung Zürich (Ausstellungsstraße 60, 8005 Zürich). (kb, 28.8.26)

Enrico Prampolini, Théatre de la pantomime futuriste, 1927 (Bild: © gemeinfrei)

Fortunato Depero, Citrus, 1927 (Bild: © 2026, ProLitteris, Zurich)

Lill Tschudi, Therma (Plakatentwurf), um 1933 (Bild: © Marcel Matter und Nicole Sigrist)

Georgij Avgustovič Stenberg, Vladimir Avgustovič Stenberg, Bronenosec Potemkin,
1925 (Nachdruck 1969) (Bild: © 2026, ProLitteris, Zürich)

Vladimir Vladimirovič Majakovskij, 3) pomnite krasnoarmejcy!, 1921 (Bild: © gemeinfrei)

Ėl’ Lisickij, Pelican Drawing Ink., 1925 (Bild: © gemeinfrei)
