Bad Godesberg, Stadthalle (Bild: Nicolas von Kospoth, CC BY SA 2.0, 2006)

Bad Godesberg: Insolvenz für die Stadthalle

Schuld sei Corona, auch – so zumindest ist es dieser Tage in der Presse zu lesen, als der Betreiber die Insolvenz der Stadthalle Bad Godesberg anmeldet. Thomas Weiermann sah das laufende Jahr durch Buchungen gesichert, bis Versammlungs- und Kontaktverbot einen Strich durch die Rechnung machten. Kurzfristig liegt es in den Händen des Insolvenzverwalters, wie es konket nach Corona weitergeht. Doch schon vor Corona stand fest, dass Weiermann den Pachtvertrag nicht verlängern wollte. Für 2022 ist eine Sanierung der Stadthalle angedacht, jedoch politisch noch nicht festgezurrt. Nun sind die Fraktionen im Stadtrat aufgerufen, sich ein Bild der Lage zu verschaffen und sich zur Situation zu äußern. Zur Diskussion stehen u. a. verschiedene künftige Nutzungsmodelle.

Der im Geist der 1950er Jahre geschwungene Baukörper wurde 1955 inmitten des Stadtparks von Bad Godesberg fertiggestellt. Beauftragt hatte man die Bonner Architekten Wilhelm und Dirk Denninger. Eigentlich sollte der technische Begriff „Stadthalle“ noch durch eine blumigere Bezeichnung ersetzt werden, doch er bürgerte sich ein und blieb. 1959 wurde hier das bekannte Godesberger Programm der SPD verabschiedet, 1979 der Parksaal angebaut, dieser nochmals erweitert und zuletzt um den Brunnensaal ergänzt sowie eine unterirdische Anbindung an den ÖPNV geschaffen. 2012 stellte man das Baukunstwerk unter Denkmalschutz. (kb, 7.4.20)

Bad Godesberg, Stadthalle (Bild: Nicolas von Kospoth, CC BY SA 2.0, 2006)