Berlin, Bauakademie 1888 (Bild: Wikipedia,gemeinfrei)

Bauakademie: Bitte nichts überstürzen!

Bauakademie: Bitte nichts überstürzen!

Berlin, Bauakademie 1888 (Bild: Wikipedia,gemeinfrei)
Genau so oder doch lieber eine Interpretation? Baun’ mer mal … (Bild: Wikipedia, gemeinfrei)

Der lange geplante Wiederaufbau von Friedrich Schinkels Bauakademie in Berlins Mitte ist schon länger beschlossene Sache. Doch dass nun alles auf einmal ganz schnell gehen soll, lässt staunen. 62 Millionen Euro stellte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags 2016 zur Verfügung, jetzt soll es losgehen. Konzepte? Egal, kommen später … Die Bundesstiftung Baukultur in Potsdam wurde vom Bund beauftragt, die offenen Fragen zum  Bau und seiner Nutzung im Rahmen von drei „Werkstatt-Gesprächen“ im Hauruck-Verfahren zu klären. Ob die neue Akademie eine Rekonstruktion des Schinkel-Baus von 1832-36 oder eine zeitgemäße Interpretation sein soll, ist gleichfalls noch offen, soll aber schon im Spätsommer geklärt werden.

Wir berichteten bereits über den sich konkretisierenden Unmut über den Verlauf des Projekts. Die von Oliver Elser, Florian Heilmeyer und Ulrich Müller Anfang März formulierten „10 Thesen zu einer Neuen Bauakademie“, die eine klarere und vor allem demokratischere Planung einfordern, sind hier einzusehen. Und wer sich den Forderungen anschließen möchte, kann dies mit einer E-Mail an elser(at)architekturtexte.de mitteilen, die Liste der Unterstützer wird fortwährend erweitert. Zu ihnen zählen unter anderem Hubertus Adam, Kristin Feireiss, Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch.(db, 6.4.17)