Bauen für die Massenkultur

Bauen für die Massenkultur (Bild: Jovis-Verlag)
Bauen für die Massenkultur (Bild: Jovis-Verlag)

Schon im 19. Jahrhundert sollten die Architekten mit der Stadt- und Kongresshalle gute Räume schaffen für ein Massenpublikum. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg hatte dieser Bautyp in ganz Europa Konjunktur – vor allem als Zeichen eines kulturellen Neubeginns. Doch welchen Wert besitzen diese überwiegend in den 1960er und 70er Jahren entworfenen Kulturbauten heute? Kann ihre architektonische Qualität und Denkmalwürdigkeit wirklich bewahrt werden? Sollen sie doch zugleich einem aktuellen Nutzungsbedarf, wirtschaftlichen Überlegungen und energetischen Standards entsprechen.

Mit seiner Publikation „Bauen für die Massenkultur“ widmet sich der Herausgeber Olaf Gisbertz daher sowohl der Geschichte als auch der Zukunft dieser weit verbreiteten Baugattung. Dabei richtet sich der Blick auf die ästhetische Qualität der Architektur sowie soziale und politische Hintergründe für die Entwicklung der Stadt- und Kongresshalle. Nach einem Einführungsbeitrag kommen Fachautoren zu Wort. Sie beleuchten sowohl prägnante Einzelbeispiele – von der Liederhalle in Stuttgart über die Kongresshalle in Augsburg bis zum ICC Berlin – als auch übergreifende Themen – vom Kulturhaus in der DDR über Dachtragwerke von Kongresshallen bis zu denkmalpraktischen Perspektiven. (kb, 12.4.15)

Gisbertz, Olaf (Hg.), Bauen für die Massenkultur. Stadt- und Kongresshallen der 1960er und 1970er Jahre, Jovis-Verlag, 2014, broschiert, 272 Seiten, mit ca. 150 Abbildungen, 16,5 x 24 cm, ISBN 978-3-86859-306-8.