Konstanz, Handelslehranstalten, Hermann Blomeier 1968 (Foto: Heinz Kabus)

Bauhaus am Bodensee

Bauhaus am Bodensee

Konstanz, Handelslehranstalten, Hermann Blomeier 1968 (Foto: Heinz Kabus)
Konstanz, Handelslehranstalten, Hermann Blomeier 1968 (Foto: Heinz Kabus)

Das immer positiver besetzte Reizwort „Bauhaus“ verschafft in diesen Monaten vielen Themen der Architekturmoderne die verdiente Aufmerksamkeit.  Die Konferenz „Bauhaus am Bodensee“ nutzt diese Möglichkeit am 18. November in Konstanz (Hochschule Konstanz HTWG Fakultät Architektur und Gestaltung, Gebäude L, Hörsaal 007, Paul-und-Gretel-Dietrich-Straße 22, Kontakt: Karin Seng, 07531/206 9019, karin.seng@htwg-konstanz.de) besonders vielversprechend. Mit Hermann Blomeier ließ sich einer der Absolventen des Dessauer Bauhauses nach seinem Diplom bei Ludwig Mies van der Rohe 1932 in Konstanz nieder und schuf dort insbesondere nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs überregional beachtete und stadtbildprägende Bauten.

Mit dem 1968 fertiggestellten Gebäude der Handelslehranstalten (heute Wessenbergschule) folgt Blomeier den reformpädagogischen Leitlinien der jungen Bundesrepublik, darüber hinaus kann das hervorragend erhaltene Gebäude aber auch als Auseinandersetzung mit der Architektur und Architekturlehre des Bauhauses in Dessau interpretiert werden und wirft die Frage nach dem Thema des Raumes in der Lehre des Bauhauses auf. Die Fakultät Architektur und Gestaltung der Hochschule Konstanz, die sich in der Kombination von Bau und Design dem Erbe des Bauhauses verpflichtet sieht, möchte mit dieser Konferenz Nutzungsperspektiven und Sanierungsmöglichkeiten für dieses herausragende Denkmal der 1960er Jahre aufzeigen und diskutieren. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (kb, 30.10.16)