Wewelsburg, ehemaliger Obergruppenführersaal mit "Schwarzer Sonne" (Bild: Dirk Vonderstraße, CC BY 2.0)

Baukörper des Nationalsozialismus

Baukörper des Nationalsozialismus

Wewelsburg, ehemaliger Obergruppenführersaal mit "Schwarzer Sonne" (Bild: Dirk Vonderstraße, CC BY 2.0)
Selbst Ort nationalsozialistischer Geschichte und Gestaltung: die Wewelsburg, hier der ehemalige Obergruppenführersaal mit der „Schwarzen Sonne“ (Bild: Dirk Vonderstraße, CC BY 2.0)

Das 8. Wissenschaftliches Symposium zum Thema „Baukörper des Nationalsozialismus – Zur Architektur im ‚Dritten Reich'“ widmet sich am 17. September im Burgsaal der Wewelsburg einem schweren Thema: Mit Architektur zeigte und festigte der Nationalsozialismus seine Ideologien und Machtansprüche, gliederte den städtischen und ländlichen Raum. Deutlich wird dies nicht nur an erhaltenen Großbauten in Nürnberg oder dem Olympia-Gelände in Berlin, sondern auch an der KDF-Anlage Prora auf Rügen und den nicht ausgeführten Ausbauplänen für die Wewelsburg bei Paderborn.

Die Vorträge des Symposiums werfen anhand beispielhafter Baukörper Schlaglichter auf dieses Themenfeld: Dr. Fabian Link (Frankfurt) thematisiert die Stellung von Burgen in der NS-Weltanschauung. Florian Dierl (Nürnberg) nimmt das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg in den Blick. Stefan Wunsch (Vogelsang) beleuchtet die Funktion der ab 1936 in Vogelsang veranstalteten Lehrgänge. Dr. Emanuel Hübner (Münster) zeigt, dass die für die Olympischen Sommerspiele 1936 errichteten Wettkampfstätten auch heute noch eine sichtbare Erinnerung an die Berliner Spiele sind. In der Abschlussdiskussion soll die Frage nach dem heutigen Umgang mit den baulichen Relikten der ehemaligen NS-Großanlagen gestellt werden. Die Tatungsteilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten unter: 02955 7622-0. (kb, 13.9.16)