Genaugenommen ist es der Nordflügel des Hauptgebäudes der TU Berlin, der durch seine städtebauliche Dominanz und architektonische Prägnanz aber per se als das Hauptgebäude der Universität gilt und der seit 9. Mai wegen seiner urplötzlichen Schließung ein großes Medienecho hat, größer jedenfalls als die Meldung der Berliner Abendschau zum Richtfest 1964. Kurt Dübbers und Carl-Heinz Schwennicke, beide damals Professoren an der TU Berlin, entwarfen das Gebäude, das 1965 eröffnet wurde. Später wurde das Gebäude weithin bekannt durch die Veranstaltungen – Stichwort Rudi Dutschke – die die Studierendenbewegung der 1960er Jahre im Audimax des Gebäudes gehalten hat.

Nun kann das Gebäude bis auf Weiteres nicht genutzt werden. Betroffen sind Büros, Lehrveranstaltungen und Events. Anlass der Schließung sind „bauliche Auffälligkeiten“ und Defizite, die im Rahmen einer Begehung durch die Behörden und die Berliner Feuerwehr am 8. Mai 2026 festgestellt wurden und nun weiter geprüft werden. Schon länger gilt das Hauptgebäude als schwer sanierungsbedürftig. Das gilt leider nicht nur für das Hauptgebäude der TU. Auch weitere Fakultätsgebäude aus den 1960er bis 1980er Jahre sind aktuell in einem desolaten baulichen Zustand. (pk, 23.5.26)

Berlin, TU, Hauptgebäude, Nordflügel, Architekten: Kurt Dübbers und Carl-Heinz Schwennicke, 1958-1968 (Bild: Nikolai Schwerg, CC BY-SA 3.0, 2004)

Berlin, TU, Hauptgebäude, Nordflügel, Architekten: Kurt Dübbers und Carl-Heinz Schwennicke, 1958-1968 (Bild: Nikolai Schwerg, CC BY-SA 3.0, 2004)

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