Bayerns 50er

Der Bahnhof in Amberg dokumentiert den Einzug der Nachkriegsmoderne in Bayern (Bild: Haus der Bayerische Geschichte)
Der Bahnhof in Amberg dokumentiert den Einzug der Nachkriegsmoderne in Bayern (Bild: Haus der Bayerische Geschichte)

Im Stadtmuseum des bayerischen Amberg widmet sich eine Sonderausstellung dem ersten Nachkriegsjahrzehnt. Unter dem Titel „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ wirft sie Schlaglichter auf Architektur, Ökonomie, Alltagsleben, Design und Mode im Freistaat nach 1945. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau des Hauses der Bayerischen Geschichte tourt seit 2010 durch Bayern und war unter anderem bereits in München, Regensburg, Fürth und Straubing zu sehen. Die voraussichtlich letzte Station wird sie 2016 in Lindenberg im Allgäu machen.

Das Amberger Stadtmuseum ergänzt die Schau mit einer eigenen Sonderausstellung. Hier legt eine rote Isetta ebenso Zeugnis von Geschmack und Zeitgeist der Nachkriegszeit ab wie der obligatorische Nierentisch. Historische Filmaufnahmen dokumentieren die Rekonstruktion des historischen Ambergs sowie den Einzug der Moderne. An einer mit zeittypischen Plakaten beklebten Litfaßsäule wirbt die noch junge CSU um Mitglieder, während die frisch gegründete FDP vor der Planwirtschaft warnt. Die Ausstellung ist bis zum 25. Oktober 2015 zu sehen. (jr, 21.5.15)