Auch die Grafik war ein Bestandteil des Neuen Frankfurt (Bild: ernst-may-gesellschaft)

Beilagen der Moderne

„Das neue Haus braucht den neuen Hausrat“ erklärte der Architekt und Möbeldesigner Franz Schuster 1927 in der Zeitschrift Das Neue Frankfurt. In der Konsequenz fand sich in den folgenden Ausgaben die Beilage „Das Frankfurter Register“. Sie pries Entwürfe zeitgenössischer Designer an, die perfekt mit den modernen Frankfurter Siedlungen der 1920er harmonieren sollten. Die Ausstellung „Beilagen der Moderne. Das Frankfurter Register und seine Entwürfe“ widmet sich dieser klassisch-modernen Werbebroschüre. Gezeigt werden neben den originalen Blättern auch die beworbenen Einrichtungsgegenstände, die heute zum Teil gesuchte Sammlerobjekte sind. Die Vernissage der Schau findet am 9.4.2016 um 18 Uhr im ernst-may-haus in Frankfurt (Im Burgfeld 136, 60439 Frankfurt am Main) statt.

Neben Hausrat im engeren Sinne bewarb das Frankfurter Register unter anderem die „billige Bauhaus-Tapete“ oder die platzsparende Sitzbadewanne nach Entwurf Ferdinand Kramers. Gemeinsam war allen Gegenständen, dass es sich nicht um Unikate, sondern um seriell hergestellte Produkte handelte. Sie sollten „zweckmäßig und zweckhaft schön“ sein, dabei aber jeden „Luxus-Charakter entbehren“. Die Ausstellung ist bis zum 7. Juli 2016 zu sehen. (jr, 5.4.16)

Das Frankfurter Register bewarb unter anderem „Gipfelleistungen der Fernsprech-Technik“ (Bild: ernst-may-gesellschaft)