Berlin: 2,5 Millionen fürs Hansaviertel

Berlin, Hansaviertel (Bild: Dilund, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Berlin, Hansaviertel (Bild: Dilund, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Das Berliner Hansaviertel, genauer gesagt das südliche Hansaviertel zwischen Tiergarten und Stadtbahn, gilt als Mustersiedlung der Nachkriegsmoderne – wurde es doch 1957 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung umgesetzt. Nach den starken Kriegszerstörungen sollte das Trümmergebiet nach den neuesten städtebaulichen und architektonischen Prinzipien wiederaufgebaut, genauer gesagt neu geplant und strukturiert werden: klar geformt, durchgrünt und sozial orientiert. Beteiligt waren Größen von Alvar Aalto bis Oscar Niemeyer. Damit diente es im Rahmen der Interbau als Aushängeschild des Westens, als erklärtes Konkurrenzprojekt zur Ost-Berliner Stalinallee.

Nun soll das Hansaviertel erneut in den Blickpunkt rücken: Am 16. Juli meldete die Stadt Berlin, dass für das Hansaviertel 2,5 Millionen Euro aus dem Bundestopf „Nationale Projekte des Städtebaus“ fließen sollen. Gedacht sei dies, so berichtet die „Berliner Woche“, für „die Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche, die Hansabücherei sowie mehrere Frei- und Grünflächen“: Sie sollen instandgesetzt werden. Grundlage ist das – mit der Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Gemeinde und der Akademie der Künste – vom Bürgerverein vorgelegte Konzept: „Hansaviertel Berlin – Stadt von morgen“. (kb, 1.8.15)