Berlin, ICC (Bild: Neuköllner, CC BY SA 3.0, 2017)

Berlin: Alarm ums ICC

Es ist ein trauriges Jubiläum: Heute vor fünf Jahren wurde das Internationale Congress Centrum (ICC) Berlin – 1975 bis 1979 gestaltet von Ursulina Schüler-Witte und Ralf Schüler – geschlossen. Zudem hätte es am 2. April den 40. Jahrestag seiner Eröffnung gefeiert. Dies nimmt die Initiative Kerberos zum Anlass, sich mit einem Offenen Brief an den Berliner Kultursenator Dr. Klaus Lederer zu wenden. Die Forderung: Wie vor Kurzem der Flughafen Tegel soll auch das ICC unter Denkmalschutz gestellt werden. Damit erinnern die Unterzeichnenden (Dr. Gundula Lang, Dr. Ralf Liptau, Dr. Verena Pfeiffer-Kloss und Dr. Frank Schmitz) zugleich an ähnlichlautende Forderungen der vergangenen Jahre z. B. vom Internationalen Denkmalrat ICOMOS, vom Denkmalrat Berlin, von der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL), DOCOMOMO und der Architektenkammer Berlin.

Das ICC ist, so der Offene Brief, „für seine vorbildlose und außergewöhnliche architektonische Qualität international anerkannt. Es gilt als herausragendes Beispiel für eine zukunftsoptimistische Architektur“. Wie beim Flughafen Tegel liege der Denkmalwert in der „historisch-politischen Bedeutung des Bauwerks für die Zeit der Berliner Teilung“. Zusammenfassend sehen die Unterzeichnenden das ICC „als baugeschichtlich, politisch-historisch, stadthistorisch, infrastrukturell, städtebaulich bedeutendes sowie stadtbildprägendes Denkmal.“ Das sehen wir von moderneREGIONAL auch so. (db/kb, 9.4.19)

Der volle Wortlaut des Offenen Briefs ist hier einsehbar.

Berlin, ICC (Bild: Neuköllner, CC BY SA 4.0, 2017)