Berlin: radikal modern

Dieter Urbach, Marx-Engels-Platz, Blick von Südwesten auf Dom und Fernsehturm, Berlin-Mitte, Bildmontage, 1972 (Copyright: Dieter Urbach/Berlinische Galerie, Repro: Kai-Annett Becker)
Dieter Urbach, Marx-Engels-Platz, Blick von Südwesten auf Dom und Fernsehturm, Berlin-Mitte, Bildmontage, 1972 (Copyright: Dieter Urbach/Berlinische Galerie, Repro: Kai-Annett Becker)

Die 1960er Jahre fielen in Berlin die wichtigen Entscheidungen – auch für das bis heute prägende Bild der Stadt. Die Ausstellung „Radikal Modern – Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre“ betrachtet diese architektonischen und städtebaulichen Entwicklungen erstmals für Ost- und West-Berlin. Bekannte und neu entdeckte Originalmaterialien – Modelle, Filme, Fotografien, Pläne, Collagen und Manuskripte – lassen die damaligen Zukunftsvisionen für eine kriegszerstörte und gespaltene Metropole lebendig werden. Gezeigt werden bis zum 26. Oktober über 250 Arbeiten von mehr als 30 Architekten, Planungsbüros, Fotografen, Künstlern und Filmemachern – von Paul Baumgarten über Werner Düttmann und Walter Gropius bis zu Hermann Henselmann und Ulrich Müther.

Mit der Ausstellung wird das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur (Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin) nach den Sanierungsmaßnahmen am 28. Mai 2015 um 18 Uhr wiedereröffnet. Begleitend fragt die Fachtagung „Verflechtungen“ am 26. Juni 2015: Wie funktionierte der technologische, soziale und ästhetische Ideentransfer über (inter-)nationale Grenzen hinweg? Wie wurde das visionäre Planungs- und Baugeschehen in der städtischen Öffentlichkeit und der internationalen Fachwelt wahrgenommen? Eine Anmeldung ist nicht erforderlich (da das Platzkontingent begrenzt ist, wird ein rechtzeitiges Erscheinen empfohlen). (kb, 20.5.15)