Berlin-Friedrichshain, Eröffnung des Sport- und Erholungszentrums am 20. März 1981 (Bild: Bundesarchiv Bild_183-Z0320-406, Foto: Hartmut Reiche, CC BY SA 3.0)

Berlin: SEZ wohl bald Geschichte

Berlin: SEZ wohl bald Geschichte

Berlin-Friedrichshain, Eröffnung des Sport- und Erholungszentrums am 20. März 1981 (Bild: Bundesarchiv Bild_183-Z0320-406, Foto: Hartmut Reiche, CC BY SA 3.0)
Berlin-Friedrichshain, Eröffnung des Sport- und Erholungszentrums am 20. März 1981 (Bild: Bundesarchiv Bild_183-Z0320-406, Foto: Hartmut Reiche, CC BY SA 3.0)

Es ist eine vertrakte Geschichte mit dem Berliner Sport- und Erholungszentrum, das am 20. März 1981 einweiht wurde. Ein schwedisches Architektenteam und die „Aufbauleitung Sondervorhaben Berlin“ (Erhardt Gißke) hatten sich alle architektonische Mühe gegeben, um dem DDR-Bürger die ganze Palette moderner Unterhaltung bieten. Der weitläufige Komplex umfasste ein Schwimm- und Spaßbad, eine Eis- und Rollschuhlaufbahn, Sporthallen, Fitnesstudios, eine Bowlinganlage, Gymnastik- und Ballettsäle, Veranstaltungsräume, einen Schachtreff, zehn gastronomische Treffpunkte u. v. m.

Doch schon zehn Jahre später sah sich das wiedervereinigte Berlin als neuer Eigentürmer nicht in der Lage, dieses Angebot zu finanzieren. 2001 schlossen die Türen des SEZ, um 2004 unter einem Leipziger Investor wiederzueröffnen. Doch: Das Wellenbad blieb trocken, die entsprechende Klausel im Kaufvertrag ist strittig. So tobt eine Debatte um den geplanten Abriss des SEZ. Der Senat legte einen Bebauungsplan-Entwurf für Sozialwohnungen vor, der Investor (der selbst an eine bunte Mischung von Studentenwohnungen bis zum Freizeitbad denkt) klagt. Zeitgleich denkt der Senat laut darüber nach, das einstige Freizeitparadies zurückzukaufen – Ergebnis offen. (kb, 31.10.16)