Wenn Studierende erkenntnisreiche, spannende, weiterführende Abschlussarbeiten im Bereich der Denkmalpflege erstellen, wandern diese oft in ein analoges oder digitales Archiv, aber nur selten in die Öffentlichkeit. Um genau das zu ändern, verleiht das Berliner Landesdenkmalamt nun bereits zum sechsten Mal seinen Studienpreis. Gestern wurden im Alten Stadthaus vier Bachelor- und Masterarbeiten ausgezeichnet. Neben einer Untersuchung zum ehemaligen Amtsgerichtsgebäude in der Lehrter Straße von Lina Roling und Sophia Schapiro (Berliner Hochschule für Technik) und einer bauhistorischen Untersuchung von Lena Zölle und Maik Kleiner (Technische Universität Berlin) zum Friedhof Jerusalem und der Neuen Kirche I, dem Grabbau der Familie Eben, drehten sie die zwei anderen Themen um Berliner Bauten und Anlagen der Moderne.

An der Technischen Universität Berlin arbeitete Anna Schiel zu den „geheimen Gärten des Deutschen Bundestags“, die zwischen 1994 und 2003 entstanden sind. Ihre Analyse, Einordnung und denkmalpflegerische Bewertung der Landschaftsarchitektur in den Sicherheitsbereichen der Parlaments- und Verwaltungsgebäude schließt damit eine Forschungslücke zur Nachwendezeit der Hauptstadt. Ebenfalls an der Technischen Universität Berlin widmete sich Fabian Matuschka der „Bedürfnisvollanstalt“ am Arkonaplatz in Mitte und verhalf damit einem lange unbeachteten Stück Kleinarchitektur mit seinen unterschiedlichen Bauphasen zu neuer Aufmerksamkeit. moderneREGIONAL gratuliert allen Preisträger:innen. (kb, 18.6.26)

Berlin, Arkonaplatz, ehemalige Toilettenanlage (Bild: A.Savin, FAL, via Wikimedia Commons, 2021)

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