Bestandserhalt und -erneuerung haben sich bewährt, dennoch wird weiterhin viel Bausubstanz aus wirtschaftlichen Gründen abgerissen – mit hohen CO₂-Folgen und wachsendem Müllaufkommen. Um der Bau- und Wohnungskrise zu begegnen, sollen Normen reduziert und der Gebäudetyp „E“ mit hoher Vorfertigung neue Standards setzen. Länderbauordnungen sollen zu Umbauordnungen weiterentwickelt werden, mit weniger technischer Komplexität und stärkerem Fokus auf Emissionseffizienz über den gesamten Lebenszyklus. Zirkularität gewinnt an Bedeutung, während das reale Nutzerverhalten teure Energiestandards relativiert. „Einfach Bauen“ knüpft an bewährte Lösungen an. Gleichzeitig überfordern Klimaanpassung und Mobilität viele Kommunen, da idealtypische Vorgaben räumliche Zwänge erzeugen und Ressourcen begrenzt sind. Viele Pläne, viele Absichtserklärungen, viele neue Wege, denen sich demnächst eine Tagung widmen wird.

„Ausgehend vom Bestand -Neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung?“ heißt die vom Forum Stadt organisierte Internationale Städtetagung von 11. bis 13. Juni 2026 in Trier. Die Tagung will herausarbeitent: Bestandsstrukturen bieten den besten Maßstab für eine realistische, ambitionierte Stadtentwicklung – vom Gebäude über das Quartier bis zur Region. Sie fragt nach Synergien zwischen Denkmalpflege und emissionsarmem Bauen, nach sensibler Integration neuer Bauweisen und nach der Vereinbarkeit von Nachverdichtung, Energieeffizienz, Mobilität und neuen Räumen. Perfekte Lösungen sind selten; entscheidend ist die Kombination vieler „zweitbester“ Ansätze. Ziel ist es, Orientierung zu geben, Begrenzungen verständlich zu machen und als kreativen Rahmen zu nutzen. Die Anmeldung für die Tagung läuft bis 17. Mai. Interessenten klicken bitte hier. Das Programm kann man hier einsehen. (db, 25.3.26)

Göttingen, Stadthalle während des Umbaus (Bild: GerorgDerReisende, CC BY-SA 4.0)

Göttingen, Stadthalle während des Umbaus (Bild: GerorgDerReisende, CC BY-SA 4.0)

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