Gerade in Baden-Württemberg, dem Land – pardon: Ländle – unter anderem des Züblin-Baukonzerns, finden sich bedeutende, frühe Spuren der Verwendung von Beton. Die erhaltenen Gebäude dokumentieren auf anschauliche Weise die Entwicklung des Betonbaus. Der Baustoff hat die Architektur ab dem 20. Jahrhundert gestalterisch und konstruktiv revolutioniert. Selbstverdichtender Beton oder auch Faserbeton haben in jüngerer Zeit Formen entstehen lassen, die einstmals undenkbar waren. Ein neues Buch von Geraldine Buchenau (herausgegeben in der Verlagsgruppe Patmos als Teil der Reihe „Forschung und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden Württemberg“) steigt nun tief in die Geschichte dieses Baustoffs im Südwesten ein.

Geraldine Buchenau war von 2017 bis 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin auf einer Projektstelle der Bauforschung und Baudokumentation am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Die Publikation ist das Ergebnis ihrer ingenieurtechnischen Recherche. Sie zeichnet die Geschichte des Betonbaus nach und macht damit auch einen wichtigen Teil der Wirtschaftsgeschichte des Landes sichtbar. In weitestgehend chronologischer Folge werden die Entwicklungen im Hoch- und Brückenbau beschrieben und anhand ausgewählter Objekte präsentiert. Es erwartet sie also faktenreiches, technisch fundiertes und historisch einordnendes Wissen! Geraldine Buchenau: Betonbau in Baden-Württemberg. Geschichte und Entwicklungen im Hochbau. Regierungspräsidium Stuttgart – Landesamt für Denkmalpflege, Forschungen und Berichte der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg, Bd. 23; Ostfildern 2026, 286 S., ISBN 978-3-7995-2023, 39,00 Euro (db, 4.10.26)

Stuttgart, Bruder-Klaus-Kirche, Eingangsportal (Bild: Kamahele, CC BY-SA 3.0)

Stuttgart, Bruder-Klaus-Kirche, Eingangsportal (Bild: Kamahele, CC BY-SA 3.0)

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