Betonpreis für TU Chemnitz

TU Chemnitz, Weinhold-Bau (Bild: Frank Schettler/TU Chemnitz)
Der Chemnitzer Adolf-Ferdinand-Weinhold-Bau wurde 2013 umgebaut (Bild: Frank Schettler/TU Chemnitz)

Gestiftet wurde die Auszeichnung 1974, als der moderne Baustoff Beton Vielen grau und unmenschlich erschien. Im Jahr 2014 wurde der Architekturpreis Beton nun – durch das InformationsZentrum Beton in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten – zum 19. Mal verliehen. Unter den Preisträgern findet sich der Umbau des Adolf-Ferdinand-Weinhold-Baus der TU Chemnitz. Errichtet wurde der 170 Meter lange Riegel 1970 durch den Dresdener VEB Iproplan. Im Oktober 2013 schlossen die Münchener Burger Rudacs Architekten den Umbau zu Gesamtkosten von rund 55,25 Millionen Euro ab.

“Mit seinen schwer aufeinander lagernden, plastisch ausgebildeten Betonkörpern”, so die Jurybegründung, “wirkt das Instituts- und Forschungsgebäude der TU Chemnitz fast wie ein Neubau.” Hierfür wurden der Zwischenbau – ehemals Teilbibliothek für Elektrotechnik – niedergelegt, der Hauptbau um zwei Geschosse reduziert und die charakteristischen Sonnenblenden der Fassade entfernt. Im Gegenzug verkleidete man den erneuerten Riegel mit Sandwich-Betonelementen in verschiedenen Grautönen und ergänzte ein Eingangsbauwerk sowie Fluchttreppenhäuser. Die Preisverleihung findet am 10. September 2014 in Duisburg statt. (kgb, 18.6.14)