Vor 75 Jahren begann in Bonn der Bau der HICOG‑Siedlungen, die für Mitarbeiter:innen der amerikanischen Zivilverwaltung HICOG („High Commissioner of Germany“) geplant wurden, die damals nach Bonn verlegt wurde. Innerhalb weniger Monate entstanden nördlich von Plittersdorf, in Tannenbusch und in Muffendorf/Pennenfeld mehr als 1300 Wohnungen, die ersten Bewohner:innen zogen bereits Ende 1951 ein. Entworfen wurden die für ihre Zeit exemplarischen Wohngebiete unter anderem von Sep Ruf, gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten Hermann Mattern und Heinrich Raderschall. Heute stehen sie unter Denkmalschutz. Anlässlich des Jahrestags des Baubeginns laden Initiativen aus den drei historischen Wohnanlagen zu einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Bewohnte Demokratie – der Beitrag von Architektur für eine neue Gesellschaft“ ein.

Im Mittelpunkt stehen die Siedlungen in Tannenbusch, Muffendorf/Pennenfeld und die Amerikanische Siedlung in Plittersdorf. Den Auftakt bildet am Freitag, 17. April, ein Podiumsgespräch in Bonn-Tannenbusch, anschließend findet eine Besichtigung der Siedlung statt. Am Sonntag, 19. April, erfolgt ein Festakt zum 75-jährigen Jubiläum der Siedlung Tannenbusch, verbunden mit der Eröffnung einer Ausstellung mit historischen Fotografien aus der Frühzeit der Anlage. Ebenfalls am Sonntag werden mehrere Führungen durch die Siedlungen angeboten. Den Abschluss bildet die Filmvorführung „Sep Ruf – Architekt der Moderne“. Informationen zu den Zeiten und Treffpunkten sind dem Veranstaltungskalender der HICOG zu entnehmen. (pk, 14.4.26)


Bonn, HICOG-Siedlung Tannenbusch, Architekt: Sep Ruf, 1951 (Foto: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE, 2013)

 
Bonn, HICOG-Siedlung Tannenbusch, Architekt: Sep Ruf, 1951 (Foto: Eckhard Henkel, Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0 DE, 2013)

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