Berlin, Bierpinsel (Bild: Sotheby's)

Bierpinsel steht zum Verkauf

In Berlin gibt es Neuigkeiten zur Pop-Art-Stadtmarke: Der „Bierpinsel“ steht nun offiziell zum Verkauf. Der markante Betonbau, der eigentlich eine Gastronomie beherbergen könnte und sollte, steht bereits seit 2002/03 leer. Nun hat sich die Eigentümerin Tita Laternser offiziell dazu durchgerungen, das Turmrestaurant auf den Immobilienmarkt zu werfen. Zumindest stilgerecht, denn verantwortlich für die Abwicklung ist das renommierte Auktionshaus Sotheby’s. Gerade erst Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass Berlin den Bierpinsel (1976, Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Witte) mitsamt dem direkt darunterliegenden U-Bahnhof Schloßstraße (späte 1960er Jahre, Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Witte) auf die Denkmalliste geschafft hat.

Die aktuelle Sotheby’s-Anzeige hält die markanten Punkte fest: „Iconic Landmark Property, Requires redevelopment, Listed under monumental protection“. 2010 erst war der Betonturm im Rahmen eines „Kunstprojekts“ von seiner ursprünglich roten Bemalung in eine weiß-bunte Version verwandelt worden. Weitere Knackpunkte der langjährigen Debatte um die Zukunft des Kulturdenkmals waren ein Wasserschaden, der Brandschutz und die vertraglich festgelegte gastronomische Nutzung. Die Noch-Eigentümerin ließ durch ihren Pressensprecher gegenüber der Berliner Morgenpost erklären, dass es bereits erste Kaufinteressenten gebe. „Parallel zu den Verkaufsabsichten laufen aber unsere eigenen Pläne weiter“ – die Zitterpartie geht also wohl nur in eine nächste Runde. (db, 29.8.17)

Berlin, Bierpinsel (Bild: Sotheby’s)