Bildquellen zur DDR

FDJ-Studenten 1978 als Erntehelfer (Bild: Bundesarchiv)
Im Bezirk Leipzig werden FDJ-Studenten 1978 als Erntehelfer abgelichtet (Bild: Bundesarchiv)

Die Zeiten, in denen Fotografie als objektives Medium galt, sind lange vorbei. Zu subjektiv ist die Wahl von Motiv, Hintergrund und Bildausschnitt – gerade im politisch hoch aufgeladenen Alltag der DDR. Seit Beginn der 1990er Jahre haben sich zahlreiche Fachbereiche für das Bild als Quelle geöffnet. Unter dem Titel „Bildquellen und ihre Nutzung in der Forschung über die DDR“ richtet die „Arbeitsgruppe Kultur- und Sozialgeschichte der DDR in transnationaler Perspektive“ daher am 21. Juni 2014 an der Research Academy Leipzig einen Methodenworkshop aus. Es ist bereits der zweite Doktorandenworkshop der interdisziplinären Arbeitsgruppe, der dieses Mal Bilder als eigenständige Medien und visuelle Diskurse untersucht.

Um die vielfältigen Methoden der Bildquellenforschung praxisnah zu erfassen, will der Leipziger Workshop ausgewählte Dissertationsprojekte einladen, die sich anhand von Bildern mit der Geschichte staatssozialistischer Gesellschaften in Europa auseinandersetzen. Die Teilnehmer sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Projekte und Bildquellen vorzustellen sowie über konkrete Probleme zu berichten. Interessierte senden bitte bis zum 1. Juni 2014 einen Abstract (max. 600 Worte) samt Ihrer Kontaktangaben an christian.rau@uni-leipzig.de. Der Abstract soll eine Projektskizze, die Begründung für die Teilnahme und Diskussionsfragen für den Workshop umfassen.