Bleiben alle Scheibenhochhäuser?

Die "Scheibenhäuser A bis E"  überragen die Neustädter Passage in Halle - und werden dies wohl weiterhin tun (Bild: Bettenburg, CC BY.SA 2.0 de)
Die „Scheibenhäuser A bis E“ überragen die Neustädter Passage in Halle – und werden dies wohl weiterhin tun (Bild: Bettenburg, CC BY.SA 2.0 de)

Nachdem die Zeichen lange eher auf Abriss standen, scheint es nun, als könnten alle fünf Scheibenhochhäuser in Halle-Neustadt erhalten bleiben. Die 1970-75 errichteten zentralen Hochhäuser des Viertels erleiden seit 1990 ein wechselvolles Schicksal. Die Scheiben A und B stehen leer. Der Eigentümer ist pleite, ein Ansprechpartner ist nicht erreichbar. Die Stadt hat  2014/15 etliche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt und finanziert. Für die ebenfalls leere Scheibe E gebe es zumindest Nachfragen in der Stadtverwaltung, der Leipziger Eigentümer ist derzeit wohl auch selbst auf der Suche nach Fördermitteln zur Sanierung.

Bessere Nachrichten gibt es nun vom Gebäude C: Nach Angaben von Baudezernent Uwe Stäglin befinde sich das Land Sachsen in einem Bieterverfahren. Der als Option vorgegebene Abriss sei ausgesetzt, Interessenten für eine Neunutzung vorhanden. Das derzeit einzig genutzte Hochhaus ist Scheibe D, hier befindet sich unter anderem das Jobcenter. 2012 wurde der 18-Geschosser zwangsversteigert, Boxer Arthur Abraham ist neuer Miteigentümer. Wenn es nach Halles OB Bernd Wiegand (Parteilos) geht, wird auch in den übrigen Hochhäusern bald wieder Leben einziehen: „Ich bin zu der festen Überzeugung gekommen, dass die Scheiben gerettet werden können“, zitiert ihn am 8. April 2015 die Mitteldeutsche Zeitung. (db, 8.5.15)