So viele Superlative: bedeutendstes Gartenkunstwerk der DDR, die „Erste Internationale Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder“ und das mit 3,5 Millionen Besucher:innen im Eröffnungsjahr, europaweit eines der wenigen nahezu vollständig erhaltenen Zeugnisse der Ostmoderne, Symbol des modernen Garten- und Landschaftsbaus, einer von den 100 ausgewählten Orten der „Grand Tour der Moderne“ in Deutschland, die anlässlich des Bauhaus-Jubiläums zu einer vielseitigen Architektur-Erlebnistour zusammengefasst wurden. 1961 wurde der egapark in Erfurt als erste iga eröffnet. Der Park steht bis heute in voller Blüte und feiert aktuell seinen 65. Jahrestag mit einer Open-Air Ausstellung.

Im egapark sind nun sogenannte Zeitstelen zu sehen, die mit historischen Fotos und kleinen Infos die Geschichte(n) des Parks erzählen und den Ursprungszustand des Garten in Erinnerung rufen. Die klare, funktionale Architektur – stets im Einklang mit der Natur –, die Verwendung damals innovativer und angesagter Materialien sowie der Wunsch nach gesellschaftlicher Relevanz machen die klassisch moderne Gestaltung, den Anspruch und Atmosphäre des iga-Geländes aus. Und die zeittypischen bildhauerischen Arbeiten fehlen natürlich auch nicht. Die Ausstellung ist bis zum 13. Juni 2027 zu den üblichen Öffnungszeiten des egaparks zu sehen. (pk, 1.10.26)

Erfurt, egapark, Landschaftsarchitekten: Reinhold Lingner, Walter Funcke, Erhard Steffke u.a., eröffnet 1961 (Bild: Erfurter Garten- und Ausstellungs gemeinnützige GmbH, Fotograf: egapark-Archiv, 1960er Jahre)

Erfurt, egapark, Landschaftsarchitekten: Reinhold Lingner, Walter Funcke, Erhard Steffke u.a., eröffnet 1961 (Bild: Erfurter Garten- und Ausstellungs gemeinnützige GmbH, Fotograf: egapark-Archiv, 1960er Jahre)

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