Bühnenbildner, Bildhauer, Designer – der Künstler Bodo Kampmann (1913-1978) hat das Stadtbild von Braunschweig in den Nachkriegsjahrzehnten entscheidend geprägt. Seine Werke wie „Der Rufer“ an der Magnikirche oder die Justitia am Landgericht bleiben bei aller Stilisierung noch im Figürlichen. Andere Entwürfe zielen wieder deutlich in Richtung Abstraktion. Überregionale Wirkung entfaltete Kampmann vor allem als Dozent und später Professor an der lokalen Kunsthochschule – zu seinen Schüler:innen zählte etwa Wolf Karnagel, dessen Besteckdesigns viele Lufthansa-Passagier:innen schon in Händen gehalten haben.
Das umfangreiche Werk Kampmanns, sein Lebenslauf und sein Wirken an der Kunsthochschule stehen nun im Mittelpunkt einer neuen Publikation, herausgegeben von Bärbel Mäkeler. Hier werden nicht allein viele bislang unveröffentlichte Werke abgebildet, die sich teils im Privatbesitz befinden. Darüber hinaus kommen Kampmanns Töchter und Weggefährt:innen zu Wort, bevor ein Essay von Mira Lenk das Wirken Kampmanns kunstwissenschaftlich einordnet. (kb, 24.2.26)

Braunschweig, Magnikirche, Der Rufer (Bild: Juan R. Lascorz, CC BY SA 2.0, 2011)
