Oper Bonn (Bild Sir James, CC By SA 3.0)

Bonn: Oper wird ein bisschen saniert

In Bonn wird seit einiger Zeit heftig über die Zukunft des Opernhauses diskutiert. Der in den Jahren 1962-1965 nach Entwürfen von Wilfried Beck-Erlang und Klaus Gessler errichtete Bau ist sanierungsbedürftig, was die Politik zum Anlass für grundlegende Diskussionen über die Opern- und Theaterstandorte in der Stadt genommen hat. Nach Informationen des Generalanzeigers investiert die Stadt nun aber 7,25 Millionen Euro in Sofortmaßnahmen, die die Betriebsfähigkeit des Gebäudes im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 sicherstellen sollen. Schwerpunkte der Teilsanierung sind Bühnenmaschinerie und Brandschutz.

Die Maßnahme macht Freunden der Bonner Nachkriegsmoderne zwar Hoffnung, ist aber nicht als Entscheidung für die Oper zu werten. Die Stadtverwaltung stellte jüngst ein Gutachten mit sechs Bauvarianten zur Zukunft der Bonner Bühnen vor. Diese reichen von umfassender Sanierung bei laufendem Spielbetrieb über Abriss und Neubau an gleicher Stelle bis zur Aufgabe der etablierten Spielstätten und dem Bau eines „Beethoven-Campus“ nahe der Beethovenhalle. Eine der Varianten, ein neues Mehrspartenhaus, beinhaltet zudem den Abriss der denkmalgeschützten Stadthalle im Stadtteil Bad Godesberg. (jr, 27.9.18)

Bonn, Opernhaus (Bild: Sir James, CC BY SA 3.0)