Bremen, Haus der Bürgerschaft (Bild: Jaggele25, CC BY SA 3.0)

Bremen: Mut zum Neuen

Bremen: Mut zum Neuen

Bremen, Haus der Bürgerschaft (Bild: Jaggele25, CC BY SA 3.0)
Schon vor Baubeginn heftig umstritten: das 1966 eingeweihte Haus der Bürgerschaft in Bremen (Bild: Jaggele25, CC BY SA 3.0)

„Bremen kann stolz darauf sein, das einzige authentisch erhaltene Parlamentsgebäude der jungen bundesdeutschen Demokratie zu haben. So wie die Exekutive in einem Weltkulturerbe tätig sein darf, kann die Legislative in einem, innen wie außen, einzigartig gelungenen Denkmal der Nachkriegsmoderne wirken.“ Zu diesen lobenden Worten findet Landeskonservator Prof. Georg Skalecki in der Publikation, die begleitend zur Ausstellung „Mut zum Neuen“ erhältlich ist. Anlass ist der 50. Geburtstag des Hauses der Bremischen Bürgerschaft, aus dessen Entstehungsgeschichte Schwarzweiß-Fotografien gezeigt werden.

Schon 1864 kamen die Vertreter der Bürgerschaft am selben Ort zusammen, an dem damals noch die Kaufmannsbörse stand. Nach deren Zerstörung im Kriegsjahr 1943 entbrannte eine kontroverse Diskussion um den geplanten Neubau. Am Ende musste der Berliner Architekt Wassili Luckhardt seine teils mit Backstein verkleidet Stahlbetonskelettkonstruktion mit einem giebelähnlichen Dachabschluss versehen. Heute wird gerade diese gemäßigte Moderne geschätzt, hat der Bund Deutscher Architekten den denkmalgeschützten Bau doch sogar für seinen renommierten Preis „Klassik-Nike“ nominiert. Im Haus der Bürgerschaft wird die Ausstellung am 14. August um 16.30 Uhr eröffnet und ist im Anschluss noch bis zum 20. September werktags von 10 bis 17 Uhr zu sehen. (kb, 13.8.16)