Fritz Behn: Elefant (Bild: Godewind, CC-By-SA 3.0)

Bremen: Elefant wieder gesund

Bremen: Elefant wieder gesund

Fritz Behn: Elefant (Bild: Godewind, CC-By-SA 3.0)
Da harrte er noch der Sanierung: der Elefant im Bremer Nelson-Mandela-Park (Bild: Godewind, CC BY SA 3.0)

Der älteste Elefant der Welt lebte dem Vernehmen nach in einem Zoo in Taipeh und starb im gesegneten Alter von 86 Jahren. In Bremen schickt sich nun ein steinerner Verwandter an, diesen Rekord zu brechen – mit besten Aussichten. Die denkmalgeschützte  Elefantenskulptur im Nelson-Mandela-Park in der Hansestadt wurde in den letzten Monaten umfassend saniert und kann seiner Zukunft nun gelassen entgegen blicken.

Das Elefantengedächtnis des steinernen Riesen kann auf eine wechselhafte Geschichte zurückblicken. Vom Bildhauer Fritz Behn und dem Architekten Otto Blendermann entworfen, sollte das 1932 eingeweihte Denkmal ursprünglich in revanchistischer Absicht an die ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika erinnern. 1990 wurde der Elefant zum Antikolonialdenkmal umgewidmet, 2009 um ein Hererodenkmal in Sichtweite ergänzt. In den letzten Jahren plagte den Dickhäuter das Zipperlein: die zunehmende Durchfeuchtung des Denkmals drohte, es bei Frost förmlich zu sprengen. Diese Gefahr ist nun gebannt, so dass der rüstige Rentner seinen anstehenden 85. Geburtstag in alter Frische begehen kann. (jr, 6.2.17)