Taut: Waldsiedlung (Bild: Biografienverlag)

Bruno Taut: Waldsiedlung

Bruno Taut: Waldsiedlung

Taut: Waldsiedlung (Bild: Biografienverlag)
Bruno Taut: Waldsiedlung (Bild: Verlag des Biographiezentrums)

Als die Berliner Onkel-Tom-Siedlung Anfang der 1930er Jahre bezugsfertig wurde, hatte sie schnell ihren Spottnamen weg. Die neuen Bewohner tauften sie auf den Namen „Papageiensiedlung“ – die farbliche Gestaltung des Architekten Bruno Taut kam offenbar nicht bei jedem gut an. Dennoch war die Kolonie stets beliebt und blickt heute auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Monographie „Bruno Taut: Waldsiedlung“ fängt diese in Schrift und Bild ein.

Katja Sengelmann, Autorin und selbst Bewohnerin der Siedlung, hat dazu ihre Nachbarn nach deren ganz persönlichen Verbindung zu Tauts Architektur gefragt. Das Buch erzählt eine Geschichte der Aneignung der Klassischen Moderne – von den Nöten der Nachkriegszeit bis zum Boom der Bauhausarchitektur. Dies gilt auch für die zahlreichen Fotografien, die von Martin Zellerhoff stammen. Der Fotograf präsentiert einen eigenen Blick auf die Siedlung und blendet auch die Details nicht aus, welche von der Inbesitznahme durch die Bewohner erzählen. (jr, 16.8.16)

Sengelmann, Katja/Zellerhoff, Martin, Bruno Taut, Waldsiedlung, Verlag des Biographiezentrums, Kaufering 2016, ISBN 978-3-940210-80-7.