In den lange als grau verpönten Betonbauten des Brutalismus geht es oft bunt her – ein Reichtum an Farbfassung, Ausstattung und Kunstwerken, der auf den Schwarz-Weiß-Fotografien der bauzeitlichen Publikationen oft nicht zur Geltung kam. Daher bietet der frisch bei Blue Crow Media erschienene Band „Brutalist Interiors“ einen Blick in die Innenräume jener Stilepoche – von religiösen Räumen über urbane Stadtlandschaften bis zu privaten Wohnhäusern. Dafür suchten die Buchmacher:innen einmal rund um den Globus nach treffenden Beispielen.
Nach einem Vorwort werden die ausgewählten Bauten mit neu erstellten Fotografien und beschreibenden Texten vorgestellt. Unter den Autor:innen von „Brutalist Interiors“, herausgegeben von Derek Lamberton, finden sich bekannte Namen wie Blake Gopnik, Ewan Harrison, Deane Madsen, Gili Merin, Naomi Pollock, Ljubica Slavković, Felix Torkar und Rixt Woudstra. Nicht minder renommiert sind die Fotograf:innen, die für den Band gewonnen werden konnten – wie Iwan Baan, Roberto Conte, Leonardo Finotti, Stefano Perego und Simon Phipps. Zu den vorgestellten Projekten gehören Bauten von Denys Lasdun in Ghana, von Tadao Ando in Japan oder das Habitat 67 von Moshe Safdie in Montreal, sowie weitere Beispiele aus Europa, Asien, Süd- und Nordamerika. (kb, 6.12.25)

Saarbrücken, Mensa – der brutalistische Bau ist ebenfalls Teil des neu erschienenen Bands (Bild: Karin Berkemann, 2025)
