Churchill Gardens Estate, Pimlico London, 1978 (Bild: © John Donat - RIBA Library Photographs Collection)

Brutalist Playground im Vitra-Museum

Brutalist Playground im Vitra-Museum

Churchill Gardens Estate, Pimlico London, 1978 (Bild: © John Donat - RIBA Library Photographs Collection)
Churchill Gardens Estate, Pimlico London, 1978 (Bild: © John Donat – RIBA Library Photographs Collection)

Ab dem 14. Januar 2017 ist die Präsentation „The Brutalist Playground“ der Künstler Assemble und Simon Terrill im S1 Artspace Park Hill in Weil am Rhein zu sehen. Ursprünglich gestaltet für das Royal Institute of British Architects (RIBA), wurde die Wanderausstellung nun neu aufgelegt. Auf dem Gelände eines Spielplatzes, den die Architekten Jack Lynn und Ivor Smith von 1957 bis 1961 entworfen hatten, entstand eine interaktive Installation, die Fragen aufwirft zum „Design des Spielens“.

Großformatige Elemente „brutalistischer“ Spielplätze (Churchill Gardens, London, Seamount Court Aberdeen, Brownfield Estate, London and Park Hill, Sheffield) wurden 1:1 nachgestellt und bieten damit die Chance, sich durch eine surreale Landschaft des Spielens der Nachkriegszeit zu bewegen. Entworfen von Architekten und Stadtplanern, sollten diese Spielgelände ursprünglich als Gegenbild zu den glatten konventionellen „Toy Worlds“ die kindliche Fantasie freisetzen. Als Materialien kamen die Baustoffe der sie umgebenden Wohnsiedlungen zum Einsatz: Holz, Ziegel und vor allem Beton. In den 1970er Jahren fielen diese Spiel-Landschaften in Ungnade und werden erst seit Kurzem von Forschern und (Bau-)Künstlern wiederentdeckt. Im Vitra Design Museum wird die Ausstellung, nach der Vernissage am 13. Januar 2017 um 18 Uhr, noch bis zum 16. April 2017 gezeigt. (kb, 13.1.17)