Vom 3. Oktober 2025 bis 30. Januar 2026 zeigt die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn die Ausstellung Formationen einer Grenze – (Un-)Sichtbarkeit in der Teilungsarchitektur der DDR. Zu sehen sind die unterschiedlichen Methoden, die Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zur Untersuchung von Grenz-Architekturen an der innerdeutschen Grenze entwickelt haben. In einem architekturgeschichtlichen Seminar betrachteten 16 Studierende des Masterstudiengangs Design Studies die bauliche Struktur der Grenze und dachten dabei über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit architektonischer Elemente und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft nach: Welche Aspekte der Grenze zeigen sich offen, welche werden verschleiert? Und was kann heute noch von der Grenze und ihren Strukturen sichtbar gemacht werden?
Die Ergebnisse der Analysen, die vor Ort in Marienborn und am Grenzdenkmal Hötensleben stattfanden, wurden später noch durch Archivmaterialien aus der Sammlung der Gedenkstätte Marienborn ergänzt und dann grafisch zu Plakaten und Texten aufgearbeitet. Damit zeigt die Ausstellung Wege und Möglichkeiten, wie Formationen einer Grenze neu entdeckt und interpretiert werden könnten. Für die Ausstellungskonzeption, die inhaltliche Recherche und Aufarbeitung waren die Studierenden Dion Maerker und Paula Schönig zuständig, betreut wurde das Seminar von Prof. Dr. phil. Christina Katharina May, Dr. Hauke Heidenreich, Prof. Dr. Veronica Biermann, Dr. Susan Frisch. (pk, 29.9.25)

Marienborn, Gedenkstätte Deutsche Teilung, Kontrollbrücke (Bild: Axel-Hindemith, CC BY-SA 4.0, 2015)
