Sitzen – Liegen – Schaukeln

Ihr Kaffeehaustuhl Nr. 14 wurde legendär: Der Möbel-Firma Thonet widmet das Leipziger Grassi Museum bis 19. September 2014 die Ausstellung „Sitzen – Liegen – Schaukeln“. Gegründet 1819, war Thonet bekannt für klare gebogene Holzmöbel. In den 1930er Jahren kamen Stahlrohrdesigns hinzu, in den 1950er Jahren beschäftigt man große internationale Gestalter wie Verner Panton oder Norman Foster. Die Leipziger Ausstellung zeigt über 100 (Sitz-)Möbelstücke, vom berühmten Kaffeehausstuhl bis heute. Begleitend ist ein reich bebilderter Katalog erschienen. (9.5.14)

Sitzen – Liegen – Schaukeln (Bild: Grassi-Museum Leipzig)

Mission: Postmodern

Heinrich Klotz, Gründer des Deutschen Architekturmusuems Frankfurt (Bild: F. van Arkel, 1988)
Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz gründete 1984 das Deutsche Architekturmusuem Frankfurt/Main (Bild: F. van Arkel, 1988)

Dem Jahr 1984 widmen sich im Sommer 2014 gleich zwei Frankfurter Museen: das Museum Angewandte Kunst (MAK) und das Deutsche Architekturmuseum (DAM). Denn das DAM würdigt zu seinem 30-jährigen Jubiläum den Kunsthistoriker und Architekturtheoretiker Heinrich Klotz, der die Institution am Museumsufer 1984 gründete. Vom 10. Mai bis zum 19. Oktober 2014 präsentiert die Ausstellung „Mission: Postmodern. Heinrich Klotz und die Wunderkammer des DAM“ erstmals die Tagebuchaufzeichnungen von Klotz. Seine Tonbandaufnahmen vermitteln nicht allein einen Einblick in den Aufbau des ersten Architekturmuseums weltweit.

Darüber hinaus stand Klotz in Kontakt mit Architekturgrößen wie Hans Hollein, Rem Koolhaas, Richard Meier oder Robert Venturi. Eine „Wunderkammer“ versammelt nun die wichtigsten Werke, die Klotz bis 1989 für das DAM erworben hat: darunter ein Ölgemälde von Martin Kippenberger, eine Collage von Christo, weitere Zeichnungen, Modelle, Fotos u. v. m. So erschließt sich dem Besucher zugleich die damalige – von Zitaten und Ironie getragene – postmoderne Ausstellungspräsentation des Architekturmuseums. Begleitend lädt das DAM am 31. Mai 2014 zu einem wissenschaftlichen Symposion mit „Geburtstagsfeier“ ein. Stadtführungen zeigen die postmoderne Seite der Mainmetropole. Und zum 11. Juni 2014 will das MAK seine Ausstellung zur (Pop-)Kultur des Jahres 1984 eröffnen. (5.5.14)

Der Kunsthistoriker Heinrich Klotz gründete 1984 das Deutsche Architekturmusuem Frankfurt/Main (Bild: F. van Arkel, 1988)

Die grüne Nachkriegsmoderne

Ein 41 Meter hohes Turmgewächshaus, acht Restaurants und die Lilliputbahn – den über 2 Milllionen Besuchern des Wiener Donauparks wurde vor 50 Jahren viel geboten. Die WIG 64, die Wiener Internationale Gartenausstellung wetteiferte nicht allein mit Großereignissen wie der BUGA. Zudem sollte für die Bevölkerung dauerhaft viel „soziales Grün“ geschaffen werden. Wie tief sich die WIG 64 in das Gedächtnis eingegraben hat, zeigt bis zum 31. August 2014 die Ausstellung „WIG 64. Die grüne Nachkriegsmoderne“ im Wien Museum. Begleitend ist im Metroverlag ein reich bebilderter Katalog erschienen. Und anschließend kann man die neu gewonnenen Erkenntnisse gleich bei einer Fahrt mit der Lilliputhbahn um den Donauturm vertiefen. (12.4.14)

Postkarte zur WIG 64 (Bild: Wien Museum)