Endlich eine Neubauwohnung

Guter Wohnraum war knapp im kriegszerstörten Rostock. Nach 1945 explodierten die Bevölkerungszahlen der Hansestadt. Die Architekten versuchten sich zunächst an einem „sozialistischen“ Stil nach sowjetischem Vorbild. Später herrschten kostensparende, reduziert-moderne Bausysteme vor. Dem Rostocker Städtebau von 1945 bis 1990 widmet das Kulturhistorische Museum Rostock bis zum 25. Mai 2014 die Ausstellung „Endlich eine Neubauwohnung – Ideal wohnen in Rostock“. Gezeigt werden die allgemeinen stadträumlich-gesellschaftlichen Entwicklungen ebenso wie die Entstehung der neuen Stadtviertel von Reutershagen über die Südstadt, Lütten-Klein, Evershagen, Schmarl und Groß Klein bis hin zu Lichtenhagen, Dierkow und Toitenwinkel. (1.4.14)

Endlich eine Neubauwohnung (Bild: KM Rostock)

In Beton gegossen

Ruderhäuser, Kurcafés und Bushaltestellen – in der DDR schuf Ulrich Müther futuristische Gebilde aus Beton. Mit seiner Hyparschalen-Technik überspannte der Bauingenieur und -unternehmer weite Räume. Diesem noch kaum bekannten Baukünstler widmet die Stuttgarter Weißenhofgalerie die Ausstellung „In Beton gegossen“. Und eröffnet damit noch bis zum 7. April 2014 einen lohnenden Blick hinter den Eisernen Vorhang. (29.3.14)

Kurmuschel in Sassnitz (Bild: Weißenhofgalerie Stuttgart)

Das Prinzip Kramer

Es ist gar nicht so lange her, dass man in Frankfurt solche Stücke im Sperrmüll fand. Viele Institute der Universität waren Einrichtungssystemen ausgestattet, die der Architekt Ferdinand Kramer (1898-1985) in den Nachkriegsjahrzehnten entworfen hatte. Heute werden seine modernen Kreationen für ihre Klarheit und Wandelbarkeit geschätzt. Und haben es endlich ins Museum geschafft: Bis zum 7. September 2014 zeigt das Museum Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt am Main die Ausstellung „Das Prinzip Kramer. Design für den variablen Gebrauch“. Im Anschluss lohnt noch ein Blick in die kleine Präsentation „Das Frankfurter Zimmer“, ebenfalls im MAK. (22.3.14)

Das Prinzip Kramer (Bild: MAK Frankfurt)