Rheinparkcafé sucht Betreiber

Das Kölner Rheinparkcafé (Bild: Owi)
Das Kölner Rheinparkcafé wurde 1957 zur Bundesgartenschau eingeweiht (Bild: Owi)

Das nierentischförmige Café im Kölner Rheinpark konnte 1957 zu seiner Einweihung 1.200 Menschen aufnehmen. Heute sucht das Kleinod der Nachkriegsmoderne nach einem neuen gastronomischen Betreiber. Auf die Chancen und Schönheiten, die das Rheinparkcafé weiterhin birgt, weist aktuell die Initiative „Perle sucht Dame“ – unterstützt u. a. vom Deutschen Werkbund NW und von der Bundesstiftung Baukultur – mit kreativen Aktionen hin: Am 18. Mai 2014 z. B. präsentierten elf „Schirmherren“ vor dem Café die Fotoausstellung „Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland“ von Hans Engels.

Entworfen wurde das geschwungene Baukunstwerk mit großzügigen Terrassenflächen durch den Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall. Es gehörte zum Großprojekt der Bundesgartenschau, die 1957 unter dem Motto „Blumen blühen am Rhein“ auch den Wiederaufbau der Stadt öffentlichkeitswirksam in Szene setzte. Wie die Rheinterrassen und das Rosencafé konnte auch das Parkcafé mit seinem Blick auf den Dom werben. Doch während die beiden anderen Restaurationsbetriebe bereits liebevoll saniert wurden, wartet das Parkcafé noch auf seine Wiederentdeckung.

Centre Le Corbusier fällt an die Stadt

Das Züricher  Le-Corbusier-Haus (Bild: Roland zh)
Das Centre Le Corbusier am Züricher See, das letzte Werk des Stararchitekten der Moderne, wird ab Juli 2014 wieder regelmäßig für Besucher geöffnet (Bild: Roland zh)

Am Ostufer des Züricher Sees wurde 1967 der letzte Entwurf des Architekten Le Corbusier (1887-1965) umgesetzt. Das farbenfroheGesamtkunstwerk beherbergt das Heidi-Weber-Museum mit Werken des Stararchitekten. Nach Unstimmigkeiten zwischen der Besitzerin Heidi Weber und der Stadt Zürich wird das Centre Le Corbusier ab Juli 2014 wieder regelmäßig für Besucher geöffnet. In diesem Jahr fiel das Haus – der Baurechtsvertrag lief nach 50 Jahren aus – zurück an die Stadt.

Keinen Beton-Kubus, sondern ein Gesamtkunstwerk aus Stahl, Glas und Farbe gestaltete der Stararchitekt für Zürich. Unter dem plastisch aufgefalteten Dach sind die Museumsräume als eigenständiger Baukörper eingefügt. Der Bau wurde durch die Initiative der Innenarchitektin Heidi Weber ermöglicht, die in den Räumen Wechselausstellungen zu Le Corbusier plante. Nach Übergabe an die Stadt, soll das Centre Le Corbusier nun für die kommenden zwei Jahre vom Frühjahr bis zum Oktober, von Mittwoch bis Sonntag, von 12 bis 18 Uhr geöffnet werden. Aus konservatorischen Gründen wird die Besucherzahl täglich auf 100 begrenzt.

Berliner ICC schließt die Pforten

Das Berliner ICC schließt seine Pforten (Bild: Avantique)
Das Internationale Congress Centrum Berlin wurde am 2. April 1979 eingeweiht (Bild: Avantique)

Ende Juni 2014 finden die letzten Veranstaltungen statt, dann schließt das Internationale Congress Centrum Berlin (ICC) und steht vor einer ungewissen Zukunft. Für den futuristischen Bau, der 1979 eröffnet wurde, scheut die Messe Berlin vor über 300 Millionen Euro Sanierungskosten. Derweil fordert die Architektenkammer Berlin, das ICC als „Ikone für das Westberlin der Mauerzeit und bedeutendes Bauwerk der High Tech Architektur“ unter Denkmalschutz zu stellen.

Ebenso erklärte bereits Anfang März 2014 die Vorsitzende des Landesdenkmalrats, Kerstin Wittmann-Englert: Nicht nur die konstruktive Hülle, auch die Innenräume und damaligen technisch-künstlerischen Innovationen seien einzigartig. Dass der Bau so unverändert erhalten blieb, ist einer strikten Urheberrechtsklausel zugunsten der Architekten Ralf Schüler und Ursula Schüler-Witte zu verdanken. Fachleute erklären, der Denkmalschutz könne die Steuerzahler vor hohen Abriss- oder Umbaukosten bewahren. Angeregt wird ein offener Planungswettbewerb, der die Architektin Ursula Schüler-Witte einbezieht. Das Gebäude solle währenddessen zugänglich und nutzbar bleiben, ähnlich wie in Berlin schon der Palast der Republik oder der Flughafen Tempelhof.