Darmstadt, C10 von Süden (Bild: LSDSL, CC BY-SA 3.0)
Adventskalender 2025 Meldungen

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 24

#mRAdventskalender 24: Das Hochhaus der Hochschule Darmstadt misst 66,38 Meter. Es ist damit trotz dieser eher bescheidenen Maße tasächlich das höchste Gebäude der Stadt. Im Oktober 1965 wurde es fertiggestellt für die damalige Staatliche Ingenieursschule für Maschinenwesen. Nach der Umbenennung der Hochule Anfang der 1970er wurde es zum HDA-Hochhaus bzw. „Gebäude C10“ und beherbergt nach wie vor technische Fachbereiche.

2009-2011 sanierte das Büro Staab Architekten den International-Style-Bau und verpasste ihm eine komplett neugestaltete Vorhangfassade. Das vielgelobte senkrechte Relief wurde 2013 mit dem Deutschen Fassadenpreis für vorgehängte hinterlüftete Fassaden ausgezeichnet. Die Darmstädter nennen das hochdekorierte Teil dennoch schlicht „Käsereibe“!

Darmstadt, C10 von Süden (Bild: LSDSL, CC BY-SA 3.0)

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München, Olympiapark (Bild: Grasober, CC BY-SA 3.0)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 23

#mRAdventskalender 23: München ist reich an berühmten Moderne-Bauten. Von Olympiagelände über den „Vierzylinder“ (das BMW-Verwaltungshochhaus) bis zur Wohnanlage „Orpheus und Eurydike“. Das höchste Gebäude der Kernstadt ist noch etwas jünger, es ist das 2001-2004 nach Plänen von Christoph Ingenhoven errichtete, 146 Meter höhe „Uptown München“ neben dem Olympiapark.

Das formal ziemlich strenge Hochhaus steht unmittelbar am autobahnähnlich ausgebauten Georg-Brauchle-Ring, mithin unübersehbar für jeden, der daran vorbeifährt. Die Schlichtheit des Entwurfs hat viele Kritiker auf den Plan gerufen und ihm (angelehnt an den immer mit Faszination betrachteten BMW-Vierzylinder) den Spitznamen „Vierkantbolzen“ eingebracht. Die Liebe der Münchener:innen zu ihrem Wolkenkratzer muss wohl noch wachsen.

München, Olympiapark (Bild: Grasober, CC BY-SA 3.0)

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Hamburg, Baustelle Elbtower 2023 (Bild: Minderbinder, CC BY 4.0)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 22

#mRAdventskalender 22: Im Jahr 2017 war Olaf Scholz noch nicht epochal erfolgreicher Bundeskanzler, sondern erster Bürgermeister Hamburgs. Und er fand es damals ziemlich erstrebenswert, der Hansetadt nach der Elbphilharmonie ein weiteres architektonisches Wahrzeichen zu bescheren. Auf der französischen Immobilienmesse MIPIM stellte der Hamburger Senat sein Vorhaben eines schwungvollen Hochhauses am südlichen Entree zur Stadt vor. Architekt ist niemand geringeres als Pritzker-Preisträger David Chipperfield.

Unglücklicherweise war Olaf Scholz auch beseelt davon, den Milliardenjongleur René Benko und seinem Signa-Firmengeflecht die Entwicklung Bau des „Elbtowers“ zu überlassen. Die Geschichte ist bekannt: Die Signa hat im April 2024 nach österreichischem Recht Konkurs ohne Sanierungsplan angemeldet, Benko sitzt seit Januar 2025 in Wien im Knast. Da wurde am Elbtower schon lange nicht mehr gebaut – die Arbeiten ruhen seit Herbst 2023. Auch Olaf Scholz nicht mehr erster Bürgermeister, sondern auf Ablösung wartender Bundeskanzler. In Hamburg bringt man ihn vor allem mit der CUM-Ex-Affäre und dem gescheiterten Elbtower-Projekt in Verbindung. Hamburgs prominenteste Bauruine wird auch „Der kurze Olaf“ genannt …

Hamburg, Baustelle Elbtower 2023 (Bild: Minderbinder, CC BY 4.0)

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Erfurt, Landtagshochhaus (Bild: Michael Sander, CC BY-SA 3.0)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 21

#mRAdventskalender 21: Unfairerweise wird noch immer oft unterstellt, die DDR sei in der Entwicklung ihrer Architektur stets hintendran gewesen. Vor allen in den ersten Jahren nach Staatsgründung sah es definitiv anders aus: Auf der Suche nach der staatlichen Formensprache entstanden neben viel Zuckerbäcker-Klassizismus auch moderne Bauten auf der Höhe ihrer Zeit. Dazu zählt das 1950/51 nach Entwurf von Egon Hartmann, Hartmut Schaub und Heinrich Weiß errichtete Hochhaus des Thüringer Landtags.

Aus dem Land Thüringen wurde 1952 der Bezirk Erfurt, dessen Verwaltung das Gebäude fortan bis 1990 nutzte. Im wiedergegründeten Bundesland Thüringen nutzt seither der Thüringer Landtag den in Massivbauweise erstellten Zehngeschosser als Bürogebäude. Trotz Denkmalschutz verlor er bei seiner Sanierung 1999 den Paternoster. Richtig beliebt war der Bau, dem zu DDR-Zeiten „Amerikanismus“ unterstellt wurde, lange nicht. Mittlerweile mögen die meisten Erfurter:innen aber ihre „Eierkiste“.

Erfurt, Landtagshochhaus (Bild: Michael Sander, CC BY-SA 3.0)

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Frankfurt, Künstler*innenhaus Mousonturm (Bild: Warburg, CC BY-SA 3.0)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 20

#mRAdventskalender 20: Die älteren erinnern sich vielleicht noch an die säuselige Fernsehwerbung: „Creme Mouson – mit der Tiefenwirkung“ (gibt’s noch heute in Drogeriemärkten). Hergestellt wurde sie bis Mitte der 1970er im Frankfurter Ostend – in der von Johann Jakob Mouson gegründeten Kosmetik-Firma. Sein Sohn Friedrich Karl Mouson, um 1915 für Opel als Rennfahrer in Einsatz, plante ab 1920 die Neubebauung des Firmenareals. Gemeinsam mit den Architekten Robert Wollmann und Josef Geittner entwarf er Frankfurts erstes Hochhaus: das 1926 fertiggestellte, 34 Meter hohe Fertigungsgebäude im Stil des Backsteinexpressionismus.

Den Zweiten Weltkrieg überstand die Fabrik mit mittleren Schäden, um 1977 gab man das Areal im Wohngebiet auf. Das Hochhaus wurde als eines der ersten 1920er-Jahre-Gebäude in Frankfurt unter Denkmalschutz gestellt. Nach längerem Leerstand wurde es nach dem Entwurf von Speer + Partner zum Künstlerhaus umgebaut. Am 29. Dezember öffnete endlich der „Mousonturm“ seine Pforten. In der Hochhausmetropole Frankfurt war er als Turm längst nicht mehr auszumachen. Der Name etablierte sich schon in der Nachkriegszeit.

Frankfurt, Künstler*innenhaus Mousonturm (Bild: Warburg, CC BY-SA 3.0)

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