mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 19
#mRAdventskalender 19: Die Altstadt von Köln wurde in Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In der Zeit des Wiederaufbaus wurden teils ganze Blöcke neu arrangiert, so auch das Areal zwischen heutiger Nord-Süd-Fahrt, Cäcilienstraße und Hohe Straße: Hier hat die Deutsche Bundespost ab den 1950er Jahren Büroriegel, Amts- und Lagergebäude errichten lassen. Höhepunkt im wahren Wortsinn ist das Hochhaus in der Sternengasse 14-16, auf dessen Baukörper noch zwei imposante Etagen folgen, die einst für Parabolantennen vorgesehen waren.
Eingeweiht wurde der 55 Meter hohe Bau am 14. Juni 1965 durch den Kölns Oberbürgermeister Theodor Buraunen (Spitzname „Döres“) und Bundespostminister Richard Stücklen. Der Minister aus Bayern hat zur Feier des Tages sogar ein Kölsch getrunken – das ist fotografisch belegt! Architekt des Fernmeldeamts 1 (so die ursprüngliche Bezeichnung) war Walter Ruf, nicht zu verwechseln mit Sep! Bekannt ist das Gebäude in Köln als „et lange Zillche“ (die lange Cäcilia). Der Spitzname geht auf den Kölner Männergesangsverein Cäcilia Wolkenburg zurück, der hier zeitweise ebenfalls residierte.
Köln, Gebäudekomplex der Telekom (Bild: Raimond Spekking via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)





