Frankfurt am Main, Messeturm, im Bau, 1990 (Bild: Smiley.toerist, CC BY SA 4.0, 1990;)
Adventskalender 2025 Meldungen

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 4

#mRAdventskalender 4: In Frankfurt wirbt das Messehochhaus, 1991 nach den Entwürfen von Helmut Jahn (Murphy/Jahn) errichtet, nicht nur mit Lichteffekten um Aufmerksamkeit. Ein Kniff, den es eigentlich gar nicht nötig hätte, denn die Formfindung auf guter halber Strecke zwischen Art déco und Postmoderne gehörte in Rekordtempo unverbrüchlich zur städtischen Silhouette. Der sogenannte Bleistift muss sich heute allerdings in einer deutlich dichteren Skyline behaupten. Da war die bis 2021 von Helmut Jahn verantwortete Sanierung nicht wirklich eine Hilfe. Sie schlug ein Foyer in die Sockelzone und ließ die Beleuchtung verstärken. Letzteres ließ sich heilen, denn mit Gaskrise und Stromsparwelle leuchtet inzwischen wieder “nur” die krönende Pyramide in hellem Weiß.

Frankfurt am Main, Messeturm, im Bau, 1990 (Bild: Smiley.toerist, CC BY SA 4.0, 1990)

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Frankfurt, Kronenhochhaus (Bild: Traveller_40, CC BY NC ND 2.0, via flickr, 2012)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 3

#mRAdventskalender 3: Die Postmoderne war die Zeit der gebauten Bilder. Solche architecture parlante, erzählende Architektur, diente nicht nur dem Spieltrieb der Entwerfer:innen, sondern auch der Markenbildung für die Auftraggeber:innen. In Frankfurt trägt das der 208 Meter und 56 oberirdische Geschosse hohe Sitz der DZ-Bank (ehemals DG-Bank) (1993, William Pedersen u. a.) gleich mehrere solcher Bilder in sich. Offiziell führt man den Bau heute nach seiner Adresse „Westend 1“, doch rasch setzte sich der Begriff Kronenhochhaus durch. Dies zielt auf den Strahlenkranz als Dachabschluss. Was auf den ersten Blick an die New Yorker Freiheitsstatue erinnern mag, führte der Architekt selbst auf die Frankfurter Tradition als Krönungsort zurück. Diese architektonische Figur muss im Winter beheizt werden, damit nicht herabfallende Eiszapfen die Passant:innen gefährden.

Frankfurt, Kronenhochhaus (Bild: Traveller_40, CC BY NC ND 2.0, via flickr, 2012)

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München-Neuperlach, Siemens-Hochhaus (Bild: Leandro Silvéro, via google-Maps, 2023)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 2

#mRAdventskalender 2: Sie fühlen sich an Ihre Kindheit erinnert? Das ging den Münchener:innen auch so, als sie den Siemens-Bauten in Neuperlach ihren Spitznamen verliehen: Legostadt, nach den bunten Plastikbausteinen, die in den 1970er Jahren so beliebt waren. Das Forschungs- und Verwaltungszentrum entstand von 1975 bis 1985 nach den Entwürfen der er Rotterdamer Architektengemeinschaft van den Broek en Bakema. In einem innovativen Konzept ließ man, zwischen den Baugliedern gut vernetzt, ausreichend Platz für das wachsende Rechenzentrum und künftigen Raumbedarf des Unternehmens. Doch 2019 gab Siemens endgültig bekannt, den Firmensitz in Neuperlach aufgeben zu wollen. Entstehen sollen neue Wohnungen, wohl auch in einem neuen Hochhaus, sowie soziale Zusatzfunktionen wie ein Ärzt:innenhaus, drei Kindertagesstätten und Raum für Gastronomie. Entgegen der Proteste der Anwohner:innen gab die Stadt Anfang 2025 grünes Licht für die Investor:innenpläne.

München-Neuperlach, Siemens-Hochhaus (Bild: Leandro Silvéro, via google-Maps, 2023)

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City – Raschplatz – Hannover, Broschüre Bredero-Gruppe, 1971 (Quelle: Archiv R. Dorn)
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mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 1

#mR-Adventskalender 1: Wollte man ganz korrekt sein (aber wer will das schon), dann sehen Sie hier das Hochhaus Lister Platz (1975, Dieter Bahlo). Doch in Hannover benannte man den Betonturm mit dem markanten Profil rasch nach dem niederländischen Bauunternehmer Bredero. Der hatte in der damaligen Partnerstadt Utrecht seine architektonischen Spuren hinterlassen – und plante auch in Hannover rund um den Raschplatz Großes. Umgesetzt wurde nur das Hochhaus, dessen Anbau auf dreieckigem Grundriss bereits wieder dem Abriss anheim gefallen ist. Was blieb, das 91 Meter hohe Bredero-Hochhaus, verfügt neben reichlich Fläche zum Wohnen, Arbeiten und Verkaufen, auch über zwei Amateurfunk-Relaisstationen und ein eigenes öffentliches Parkhaus. Und wer in älteren Hannover-Tatort-Folgen stöbert, wird das ein oder andere Detail sicher wiedererkennen.

City – Raschplatz – Hannover, Broschüre Bredero-Gruppe, 1971 (Quelle: Archiv R. Dorn)

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