Zug, Metalli (Bild: Roy Egloff, CC BY SA 4.0, 2024)
Meldungen mR-Podcast Podcast

mR-PODCAST 14: Schweiz mit Schnörkel

Als die Nachkriegsmoderne vielen zu schlicht daherkam, entfaltete sich in den 1970er Jahren in der Deutschschweiz eine eigene Form der Postmoderne. Architekt/-innen und Gestalter/-innen mischten regionale Elemente und Versatzstücke der Architekturgeschichte – und bewegten sich dabei nicht selten lustvoll an der Grenze zum Kitsch. Im moderneREGIONAL-Podcast „Schweiz mit Schnörkel“ berichtet der Designhistoriker Cyril Kennel (BTU Cottbus) über die Popularisierung der Postmoderne der Region.

Zug, Metalli, Hafner Wiederkehr Partner, 1987 (Bild: Roy Egloff, CC BY SA 4.0, 2024)

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Werne, St. Johannes (Bild: David Peters, via google-Maps, 2024)
Baugeschehen invisibilis Meldungen

Turm bleibt, Schiff geht

In Werne wurde das Schiff der Kirche St. Johannes in diesen Wochen niedergelegt. Auch der Turm sollte weichen, doch zuletzt blieb er stehen: Ein Funkantennen-Vertrag bindet die Gemeinde langfristig. So darf der Glockenträger weiterhin Geld einspielen und Identität stiften.

Werne, St. Johannes (Bild: David Peters, via google-Maps, 2024)

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Berlin, Hansaviertel, Wohnhaus Klopstockstraße 2 (Bild: fridolin freudenfett, CC BY SA 3.0, 2011)
Adventskalender 2025 Meldungen

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 11

#mRAdventskalender 11: Die überlebensgroße Leuchtgiraffe, die als Werbung für das Restaurant Giraffe (das nicht mehr so heißt) an der Fassade des Gebäudes Klopstockstraße 2 (Klaus Müller-Rehm und Gerhard Siegmann, 1955–57) im Berliner Hansaviertel angebracht ist, war nicht Spitznamensgeberin für das Interbau-Objekt. Es hieß wohl schon seit der Fertigstellung so, wahrscheinlich, da sich die Leute damals aufgrund der Farbgebung der Balkone und Fensterrahmen und vor allem der bis dato ungewöhnlichen Größe des Hauses an die Savannentiere erinnert gefühlt haben. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass der Zoo direkt um die Ecke ist und man vielleicht von da oben die Giraffen sehen kann, für die sich der Bau allerdings gar nicht eignen würde. Denn dem Hochhaus zugrunde liegt die Idee, Stadtwohnungen auf kleinstem Raum zu realisieren und so entstand einer der ersten Bauten in Berlin nur für Singles. Alle Appartements haben einen Wohnraum, ein kleines Bad und eine Kochmöglichkeit sowie einen schmalen Balkon und große Fenstertüren. Einen Unterschied hat man damals allerdings gemacht: Die Appartements im Westen des Hauses wurden als „männlicher Typ“ bezeichnet, da sie nur einen Kochschrank haben. Im Osttrakt liegen Wohnungen mit kleiner Küche. Diese benannte man damals als „weiblichen Typ“.

Berlin, Hansaviertel, Wohnhaus Klopstockstraße 2, Architekten: Klaus Müller-Rehm, Gerhard Siegmann, Interbau 57, 1955–1957(Bild: fridolin freudenfett, CC BY SA 3.0, 2011)

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"Typisierte Tragwerke" (Bild: Buchcover, arts + science weimar, Detail)
Bücher Meldungen

Typisierte Tragwerke

Eine neue Publikation in der verlagsgruppe „arts + science weimar“ widmet sich den typisierten Tragwerken der DDR.

„Typisierte Tragwerke“ (Bild: Buchcover, arts + science weimar, Detail)

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Schweinfurt, Blaues Hochhaus (Bild: zonk43, CC BY SA 3.0, 2016)
Adventskalender 2025 Meldungen

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 10

#mRAdventskalender 10: Das Blaue Hochhaus – oder der Blaue Klaus – ist das höchste Haus der 50.000 Einwohner:innenstadt Schweinfurt, ja das höchste Hochhaus Unterfrankes, mehr noch: bei seiner Fertigstellung 1964 war es das größte Wohnhochhaus in der damaligen Bundesrepublik. Ohne Antenne misst es 73 Meter und hat 25 Stockwerke, in denen ursprünglich Werkswohnungen der Deutschen SKF (Schwedische Kugellagerfabrik) GmbH untergebracht waren. Das Unternehmen, das nach wie vor seinen deutschen Hauptsitz in Schweinfurt hat, gab dem Gebäude daher auch seine Farbe. Die Werkswohnungen wurden allerdings bereits 1982 in Eigentumswohnungen umgewandelt. Den Spitznamen Blauer Klaus haben die Schweinfurter:innen in Anlehnung an den berühmtesten Obdachlosen der Stadt (1937–2004) gewählt, um den sich zahlreiche Gerüchte und Geschichten ranken und der eben als der Blaue Klaus bekannt war.

Schweinfurt, Blaues Hochhaus, Architekt: Otto Traber, 1962–1964 (Bild: zonk43, CC BY SA 3.0, 2016)

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