Datenbank für „C20-Kirchen“

Datenbank für „C20-Kirchen“

c20In Großbritannien sorgt sich die „C20 (Twentieth Century) Society“ um das 20. Jahrhundert und seine Baukunst. Nun hat die Initiative sich ein neues verdienstvolles Projekt zum Schutz der modernen Kirchen im United Kingdom vorgenommen, unterstützt von „Historic England“. Man weiß hier um und wirbt für die Vielfalt und Bedeutung dieser Baugattung – und findet sie zugleich dramatisch unterrepräsentiert in den Denkmalschutzlisten des Landes. Daher will man diese noch unterschätzte Kirchenlandschaft über eine Datenbank sichtbar machen.

Der Datenbanknutzer kann in einer Kirchenliste suchen – nach individuellen Suchbegriffen wie Name, Architekt, Ort, Konfession usw. Die Listung der Ergebnisse umfasst verschiedene Schutzgrade, wie sie in England, Schottland und Nordirland üblich sind. Die Initiative hofft, das Angebot der Datenbank künftig um detailliertere Informationen zu den Architekten erweitern zu können. Die Nutzer können Korrekturen oder Anregungen senden an: website@c20society.org.uk. Auch (niedrig aufgelöste) Bilder sind herzlich willommen. Und, sollten die Nutzer um Objekte wissen, die von einer Beschädigung oder gar dem Abriss bedroht sind, sind Nachrichten willkommen unter: caseworker@c20society.org.uk. (kb, 11.11.16)

Moderne-Nachlese der Buchmesse

Moderne-Nachlese der Buchmesse

Nach der Messe ist ja bekanntlich vor der Messe. Und jetzt, da die Dichte an Lesepromis sich in Rhein-Main wieder langsam lichtet, bleibt Zeit für einen Blick auf den Ertrag für bibliophile Modernisten. Zum achten Mal haben die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) 2016 den Internationalen DAM Architectural Book Award vergeben. 88 Architektur- und Kunstbuchverlage weltweit hatten ihre Kandidaten ins Rennen geschickt.

Eine Fachjury aus externen Experten sowie Vertretern des DAM hatte dann aus den insgesamt 214 Einsendungen – nach Kriterien wie Gestaltung, inhaltliche Konzeption, Material- und Verarbeitungsqualität, Grad an Innovation und Aktualität – die zehn besten Architekturbücher des Jahres ausgewählt: vom Katalog zu „African Modernism“ (Park Books) bis zu den tiefen Einblicke in die „urbane Selbstregulierung“ von Dachaufbauten von „Nadogradnje“ (M Books). Zehn weitere Einsendungen wurden für die „Shortlist“ des DAM Architectural Book Awards 2016 ausgewählt: darunter „Up Up: Stories of Johannesburg’s Highrises“ (Hantje Cantz) oder eben jener „Stadtbilderklärer Gera-Lusan“ (Verlag: Mitteldeutscher Verlag, Autor/Gestaltung/Fotografie: Christoph Liepach) – eben jenes Gera-Lusan, das wir auch in unserem aktuellen Foto-Spezial vorstellen. Daher gratulieren wir hier und natürlich allen anderen Gewinnern herzlich (und notieren die Titel schon einmal für die private Jahresendfestwunschliste)! (kb, 11.11.16)

Unser neues „Foto-Spezial“ ist online

Unser neues „Foto-Spezial“ ist online

Irina Werning: Christoph 1990 & 2011 Berlin Wall (Foto: © irinawerning.com)
Irina Werning wurde bekannt durch ihre Serie „Back to the Future“, in der sie Kinderfotos nachstellte: Christoph 1990 & 2011 Berlin Wall (Foto: © irinawerning.com)

In der ein oder anderen Form sind wir alle im Beton großgeworden: im Fertighäuschen der Eltern, in der Plattenbauschule, im Freizeitpark oder im Hallenbad. Zu diesem Schluss kommt zumindest Martin Bredenbeck in seinem Essay zu unserem neuen Foto-Spezial. Damit rückt moderneREGIONAL – pünktlich zur „denkmal“-Messe von Leipzig – eben jene „Generation Beton“ ins Bild.

Anfang 2016 rief mR dazu auf: Stöbern Sie in ihren Alben! Finden Sie eine Fotografie, die Sie als Kind oder Jugendliche/n vor einem Bau der Moderne zeigt! Einzige Bedingung: Foto, Bau und Mensch sollten im 20. Jahrhundert entstanden sein. Die Teilnehmer des Wettbewerbs besuchten dann diesen besonderen Ort erneut und fotografierten sich dort noch einmal. Aus allen Einsendungen hat mR die eindrücklichsten Aufnahmen ausgewählt. Die Gewinner-Bilder und die dahinterstehenden Geschichten werden hier online präsentiert. Ein paar weitere eingeschickte Aufnahmen entsprachen zwar nicht ganz genau den „Wettbewerbsregeln“, waren aber so charmant, dass sie hier „außer Konkurrenz“ gezeigt werden. Und obendrauf lud mR Mitstreiter und einen ganzen Stadtteil dazu ein, dieselbe Nostalgiereise anzutreten. (db/kb/jr, 10.11.16)