Neue Baukunst

Seit 1925 durften sie in keinem guten Bücherschrank fehlen – die „Blauen Bücher“ informierten ebenso ansprechend wie erschwinglich über das aktuelle Bauen. Begründet wurde die Reihe vom Kunsthistoriker Walter Müller-Wulckow (1886-1964), um moderne Architektur für jedermann verständlich zu machen. Eine umfangreiche Dokumentation seines Engagements erschien 2013 als Katalog im Kerberverlag. Die gleichnamige Ausstellung ist nach Oldenburg noch bis zu 10. Juni 2014 im Berliner Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, anschließend bis zum 14. September 2014 im Architekturmuseum Breslau zu sehen. (3.4.14)

Claudia Quiring u. a. (Hg.), Neue Baukunst. Architektur der Moderne in Bild und Buch, 2013, Kerberverlag, 288 Seiten, 325 Abbildungen, ISBN 978-3-86678-877-0.

Neue Baukunst (Bild: Kerberverlag)

Endlich eine Neubauwohnung

Guter Wohnraum war knapp im kriegszerstörten Rostock. Nach 1945 explodierten die Bevölkerungszahlen der Hansestadt. Die Architekten versuchten sich zunächst an einem „sozialistischen“ Stil nach sowjetischem Vorbild. Später herrschten kostensparende, reduziert-moderne Bausysteme vor. Dem Rostocker Städtebau von 1945 bis 1990 widmet das Kulturhistorische Museum Rostock bis zum 25. Mai 2014 die Ausstellung „Endlich eine Neubauwohnung – Ideal wohnen in Rostock“. Gezeigt werden die allgemeinen stadträumlich-gesellschaftlichen Entwicklungen ebenso wie die Entstehung der neuen Stadtviertel von Reutershagen über die Südstadt, Lütten-Klein, Evershagen, Schmarl und Groß Klein bis hin zu Lichtenhagen, Dierkow und Toitenwinkel. (1.4.14)

Endlich eine Neubauwohnung (Bild: KM Rostock)

Modell-Sanierung

Kein Geringerer als Sep Ruf, Architekt des Kanzler-Bungalows, entwarf 1955 die Bonner Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die ehemalige Bayerische Landesvertretung soll nun energetisch saniert werden – als Pilotprojekt der DSD mit dem Fachbereich Bauingenieurwesen der Fachhochschule Potsdam und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Auch andere Baukunstwerke der Nachkriegsmoderne sollen von den modellhaften Bonner Erfahrungen profitieren. In der aktuellen Ausgabe von monumente-online berichtet Julia Richter, wie man das bauzeitliche Konzept von Sep Ruf behutsam mit heutigen Erkenntnissen verbinden will. (31.3.14)

Bauzeitliche Oberflächen (Bild: K. Berkemann)