Rome revisited. 1948-64

Nach dem Krieg traf sich in Rom nicht nur der glamouröse Jetset, sondern auch die internationale Kunstszene: Robert Rauschenberg und Cy Twombly begegneten der Scuola di piazza del Popolo und der Arte Povera, John Cage arbeitete mit dem Komponisten Luciano Berio, Nam June Paik und Charlotte Moorman inszenierten ihr Happening. Als erste Adresse hatte sich die Rome-New York Art Foundation etabliert, die allein zwischen 1957 und 1961 neun Ausstellungen möglich machte. Ihre Arbeit mündete 1964 in den Siegeszug der Amerikanischen Pop Art auf der Biennale von Venedig.

Die innovative Wirkung der Rome-New York Art Foundation soll 2015 mit einer Ausstellung gewürdigt werden. Vorlaufend planen die American Academy in Rome und die Terra Foundation for American Art am 15./16. Januar und am 11./12. März 2015 je ein Seminar. Eingeladen sind Forscher, die zu Kino, Malerei, Skulptur, Musik und Literatur in der italienischen Hauptstadt zwischen 1948 und 1964 arbeiten. Abstracts für eine 20-minütige Präsentation, der gewünschte Termin sowie ein CV können bis zum 15. Juli 2014 gesendet werden an: Peter Benson Miller, American Academy in Rome, p.miller@aarome.org. (kb, 17.6.14)

Die italienische Hauptstadt Rom im Jahr 1963 (Bild: P. Capper)

Zwischen Wien und Kiew

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte auch in der Kunst und Literatur zu einem Epochenbruch. Während die Wiener Moderne damit ihr Ende fand, erlebte die ukrainische Kultur eine Wiedergeburt. Vom 20. bis 21. November 2014 findet an der Österreich-Bibliothek Kiew/Vernadskyj-Nationalbibliothek der Ukraine in Kiew die internationale Konferenz „Wiener Moderne/Ukrainische Avantgarde“ statt. Während die Wiener Moderne weit über die österreichisch-habsburgischen Einflusssphären hinaus wirkte, blieb die Ukrainische Avantgarde dagegen international weitgehend unbemerkt. Die Konferenz soll daher fächer- und nationenübergreifend dem wissenschaftlichen Austausch zu beiden Strömungen dienen.

Experten aus der Kunstgeschichte, Literatur-, Theater-, Musik- oder Kulturwissenschaft sind einladen, ihre aktuellen Forschungen zu präsentieren und über Anknüpfungspunkte zu diskutieren. Geplant sind jeweils 30-minütige Vorträge in deutscher, ukrainischer, russischer oder englischer Sprache. Abstracts (max. 350 Worte in Deutsch, Englisch, Russisch oder Ukrainisch) und eine kurze Information zur Person (max. 150 Worte) können bis zum 31. Juli 2014 gesendet werden an: abstract@ukrainische-avantgarde.org. Benachrichtigungen erfolgen bis zum 15. August 2014, ein Tagungsband ist geplant. (kgb, 14.6.14)

Mit dem Secessionsgebäude errichtete sich die Wiener Moderne 1898 ihren eigenen Mittelpunkt (Bild: K. Berkemann)

ACHTUNG modern!

Für Architekturbegeisterte ist die Braunschweiger Schule, die sich nach 1945 um Persönlichkeiten wie Dieter Oesterlen bildete, schon lange ein Begriff. Aber auch im Braunschweiger Umland haben die 1960er, 1970er und 1980er Jahre bemerkenswerte Bauten hervorgebracht – von anerkannten Meisterwerken bis zu weniger bekannten öffentlichen, kirchlichen und privaten Projekten. Mit der Veranstaltungsreihe „ACHTUNG modern!“ widmet sich das Netzwerk Braunschweiger Schule im Sommer 2014 nun diesem architektonischen Erbe, das sich gerade im Umbruch befindet.

In einem abwechslungsreichen Programm kommen Zeitzeugen und heutige Nutzer ebenso zu Wort wie all jene, die über unsere gebaute Umwelt mehr erfahren möchten. Bei jeder Veranstaltung, jeweils mittwochs um 17:30 Uhr, steht ein anderes Bauwerk im Mittelpunkt: 18. Juni 2014: Braunschweig, Stahlbau-Institut der Technischen Universität; 25. Juni 2014: Wolfsburg, Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule; 2. Juli 2014: Helmstedt, Ev.-Luth. Thomaskirche; 23. Juli 2014: Braunschweig, Karstadt am Gewandhaus und Galeria Kaufhof. Das detaillierte Programm kann online eingesehen werden, bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (kb, 14.6.14)

Der Architekt Zdenko Strizic entwarf für die Technische Hochschule Braunschweig das Stahlbau-Institut (Bild: Netzwerk Braunschweiger Schule)