PORTRÄT: Papierarchitekten

von Kirsten Angermann (16/2)

In den 1980er und 1990er Jahren schufen die selbsternannten russischen „Papierarchitekten“ Entwürfe, die nie zur Verwirklichung gedacht waren. Als Gegenentwürfe ihrer Zeit lassen sie sich als Teil der Postmoderne lesen. Denn der ArchitektInnenberuf war in der Sowjetunion unattraktiv geworden: Bürokratie und erstarrte Strukturen, die erzwungene Technisierung und Ökonomisierung des Bauens hatten die kreativen Freiräume erstickt. Die Zahl der ArchitekturstudentInnen sank, und nicht wenige nutzten diese Zeit als künstlerische Ausbildung, ohne jemals als ArchitektIn tätig zu werden. Aus Kritik und Freiheitssuche begannen einige von ihnen, insbesondere am Moskauer Architekturinstitut MARCHI, visionäre Entwürfe bei Wettbewerben im „kapitalistischen Ausland“ vorzulegen.

In Japan aufs Cover

Die Entwürfe der sowjetischen StudentInnen wurden – nicht selten von Vermittlern im Handgepäck ausgeschleust – bei internationalen Ausschreibungen eingereicht, darunter Wettbewerbe von Architekturzeitschriften wie „Architectural Design“ und „Japan Architect“ oder von internationalen Organisationen wie der UNESCO oder der UIA. 1981 erhielt ein Entwurf von Michail Belov und Maxim Charitonov den ersten Preis beim Shinkenchiku Residential Design Wettbewerb von „Japan Architect“ und erschien 1982 sogar auf dessen Cover.

In der Tradition der sowjetischen Avantgarde der 1920er, inspiriert durch Entwürfe der Gruppe NER (dem sowjetischen Archigram der 1960er Jahre) und angereichert mit Bildern aus westlichen Architekturzeitschriften, schufen die ArchitektInnen Visionen auf Papier. Die jährlichen Wettbewerbsausschreibungen von „Japan Architect“ waren ideal, ließen sie doch genau diese Auseinandersetzung mit dem Bauen ausdrücklich zu. Zwischen 1981 und 1988 erzielten die Papierarchitekten, wie sie sich selbst nach einer gleichnamigen Moskauer Ausstellung 1984 nannten, vier erste und sechs zweite Preise sowie viele weitere lobende Erwähnungen. In manchen Jahren kamen über 120 von insgesamt rund 450 Einsendungen aus der Sowjetunion. In der Folge waren auch Beiträge aus weiteren osteuropäischen Staaten unter den ausgezeichneten Arbeiten.

Ungebaute Bauten

Zu den Papierarchitekten zählten vorrangig AbsolventInnen des Moskauer Architekturinstituts, die ihr Studium zu Beginn der 1980er Jahre abgeschlossen hatten. Führende Köpfe der informellen Gruppe von etwa 50 Aktiven waren Michail Belov, Alexander Brodskij, Ilja Utkin, Michail Flippov, Nadja Bronzova oder Jurij Avvakumov, um nur einige zu nennen. Ihre Zeichnungen, Konzeptstudien und Modelle zeigten visionäre Stadtentwürfe, surreale Innenräume und abstrakte Kompositionen. In gewisser Weise verweigerten sie sich damit dem tatsächlichen Bauen und übten Kritik an der damaligen Planungspraxis in der Sowjetunion. Dabei bedienten sich die ausgebildeten ArchitektInnen verschiedener Techniken von Radierung und Zeichnung bis hin zu Ölfarben, Aquarell und Collage.

Die Verarbeitung historischer Bauformen und ihre ironischen Verfremdungen verwiesen auf postmoderne Vorbilder wie die Zeichnungen der Gebrüder Krier. Zugleich blieben die Rückbezüge auf die eigenen Traditionen der russischen Avantgarde sichtbar. Verglichen mit den Wettbewerbsbeiträgen von „Japan Architect“ aus anderen, großteils westlichen Ländern, war die konzeptionelle und künstlerische Herangehensweise keine Besonderheit der Papierarchitekten. Deren Bedeutung und Wahrnehmung resultierte vorrangig aus der besonderen Situation, mit ihren Arbeiten im Heimatland zu provozieren und auf das Papier verbannt zu sein.

Die Wettbewerbserfolge der Papierarchitekten strahlten weit über die Grenzen der Sowjetunion hinaus. Dieser Aufmerksamkeit ist wohl zu verdanken, dass sie ihre Arbeit, anfangs kritisch beäugt und teils aus Ausstellungen verbannt, ohne Repressionen fortsetzen konnten. Auf die erste Präsentation 1984 in den Räumen der Moskauer Jugendzeitschrift „Junost'“ folgten bis in die frühen 1990er Jahre international viele weitere. Die 1992 am Architekturinstitut in Moskau gezeigte Ausstellung „Papierarchitektur. Alma Mater“ markiert den Abschluss dieser Entwicklung und kann (fast) schon als Retrospektive gewertet werden.

Vom Kapitalismus eingeholt

Aus westlicher Perspektive, für die sich die Postmoderne bereits in Historismen totgelaufen hatte, erschien die Papierarchitektur, kaum war sie aufgetaucht, beinahe schon überholt. Dabei erklärten sich die KünstlerInnen selbst nicht zu sowjetischen WegbereiterInnen der Postmoderne oder gar von Glasnost und Perestroika. Sie nannten sich, so Belov, „Kinder der Stagnation“ der Brežnev-Ära. Aus heutiger Sicht teilten sie die damals in Ost wie West gleichermaßen vernehmbare Modernekritik, nur taten sie es aus der Rolle der DissidentInnen. Mit ihren konzeptionellen Arbeiten avancierten sie jedoch zumindest zum Begleiter der Erneuerung. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte auch die Architekturfantasie ihre kritische Bedeutung verloren. Einige ProtagonistInnen wie Alexander Brodskij blieben ihrer Arbeit zwischen Architektur und Kunst treu. Sie mussten sich jedoch in einem kapitalistischen Architekturbetrieb zurechtfinden, den sie zuvor zeichnend heraufbeschworen hatten.

Literatur

Sokolina, Anna, In Opposition to the State. The Soviet Neoavant-Garde and East German Aestheticism in the 1980s, in: ArtMargins, 21. Mai 2002. 

Cook, Catherine/Hatton, Brian (Hg.), Nostalgia of Culture. Contemporary Soviet Visionary Architecture, London 1988.

Klotz, Heinrich (Hg.), Papierarchitektur. Neue Projekte aus der Sowjetunion. 4. März 1989 – 14. Mai 1989, Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main, Stuttgart/München 1988.

Japan Architect, Hefte 1981 bis 1990.

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Frühjahr 16: Umbrüchig

LEITARTIKEL: Gedächtnis der Städte

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Monica Rüthers liest im „zerklüfteten Gewebe“ der sowjetmodernen Metropolen: Wie sind sie entstanden – und wer hat heute die Deutungsmacht?

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Arne Winkelmann macht Urlaub im Stil der 1960er Jahre: in einem Ferienlager, das mit standadisierten Bauten Leichtigkeit in die Sowjetmoderne brachte.

FACHBEITRAG: Politik der Platte

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INTERVIEW: "Das hat mit Macht zu tun"

INTERVIEW: „Das hat mit Macht zu tun“

Der Historiker Karl Schlögel spricht über das sozialistische Bauen: Wo es seinen Anfang nahm – und wie wir heute fast wieder im Zarismus angekommen sind.

PORTRÄT: Papierarchitekten

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Kirsten Angermann entfaltet einen Baustil, der keiner sein wollte: Wie sowjetische Architekturstudenten auf internationalen Wettbewerben glänzten.

FOTOSTRECKE: 10 x Moskau entkernt

FOTOSTRECKE: 10 x Moskau entkernt

Vladimir Jarockij zeigt umgenutzte Zeitungshäuser, Fabrikhallen, Garagen und Messepavillons: Wie die Originalsubstand auf einmal „hip“ wurde.

FOTOSTRECKE: 10 x Moskau entkernt

von Vladimir Jarockij (Fotos) und Katharina Sebold (Text) (16/2)

Der Moskauer Fotograf Vladimir Jarockij präsentiert zehn Umnutzungen bzw. Umgestaltungen aus seiner Stadt. Dabei spannt er einen weiten Bogen von den Industrieanlagen des späten 19. zu den Messe- und Verkehrsbauten des 20. Jahrhunderts. Viele von ihnen putzt man gerade für die gewinnversprechende „Kreativwirtschaft“ heraus und inszeniert die Originalsubstanz als Authentizitätsversprechen.

No. 1 – Danilover Manufaktur (1867)

Die Weber- und Textilmanufaktur an der Moskva wurde von Vasilij Meščerin begründet, der 1867 auf dem Gebiet um das Danilover Kloster eine sozialreformerische Werkssiedlung errichtete. 1880 ergänzte Ludwig Johann von Knopp ein Gießwerk und eine Werkhalle. Nach der Revolution von 1917 wurde der Betrieb verstaatlicht. Mit 6 Kilometern Fließband, 7 Werkhallen und 1.370 MitarbeiterInnen war das Textilunternehmen das modernste des Landes. Mit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wickelte man die Produktion ab, 2007 verwandelte das Immobilienunternehmen „KR Properties“ die Anlage in Arbeits-, Verkaufs- und Wohnlofts.

No. 2 – Artplay (1886)

1886 eröffnete Fjodor Gackental ein Gußwerk mit anliegender Fabrik für Druckmessgeräte, die bald zum größten Arbeitgeber Moskaus aufstieg. Das Werk wurde 1918 verstaatlicht, 1922 in „Manometer“ umbenannt und nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren zum Aktienunternehmen umgewandelt. Die teilweise aufgegebenen Produktionsflächen macht man zum Geschäfts-, Handels- und Ausstellungszentrum „Artplay“: Die Räume dienen nun Designstudios, Architekturbüros und weiteren „Kreativwirtschaftlern“ als Showrooms und Büroräume. Im Hof finden Flohmärkte, auf dem Dach Konzerte statt.

No. 3 – GCSI, Zentrum für Gegenwartskunst (1926)

Dem staatlichen Zentrum für Gegenwartskunst (GCSI), das russische GegenwartskünstlerInnen ausbildet, vernetzt und vermittelt, wurde 1994 das 2.000 Quadratmeter große Areal der Fabrik „Teasvet“ von 1927 übergeben. Im umliegenden Viertel am Zoo ließen sich seit den 1990er Jahren Galerien nieder. Zuvor diente die Fabrik der Forschung für die Ausleuchtung von Kultureinrichtungen, während des Zweiten Weltkriegs wurden Unterwasserscheinwerfer gefertigt. Beim preisgekrönten Umbau von 2004 ersetzte man die nicht mehr tragfähige innere Metallkonstruktion durch ein außenliegendes Metallspinnennetz.

No. 4 – Redaktionshaus „Izvestija“ (1927)

Am heutigen Puškinplatz wurde 1927 das Redaktionshaus „Izvestija CIK SSSR i BCIK“ (Nachrichten des zentralen ausführenden Komitees) errichtet. Der Architekt Gregorij Barchin griff hierfür, beraten von Ingenieur Artur Lolejt, die Prinzipien der Avantgarde auf. 1975 erweiterte Jurij Ševerdjaev den Bau. Nach 1991 vermietete man mehrere Räume als Verkaufs- und Bürofläche, bevor sich die Zeitungsarbeit 2011 aus dem denkmalgeschützten Ensemble zurückzog. Wahrscheinlich logieren hier bald die präsidiale Verwaltung und die Unternehmensgruppe „Tašir“ – die Fassade wurde schon einmal vorsorglich saniert.

No. 5 – Jüdisches Museum (1928)

Das Backsteingebäude mit Sheddach wurde 1926-28 als Bachmet’ever Garage vom Architekten Konstantin Mel’nikov und vom Ingenieur Vladimir Šuchov errichtet. Auf 8.000 Quadratmetern konnten Mossovjet-Busse, ohne zu wenden, herein- und herausfahren. Der Bau wurde nicht gepflegt, so dass der Fuhrpark 1999 ausgelagert werden musste. Die Jüdische Gemeinde übernahm das Areal 2001 mit der Auflage, die denkmalgeschützten Gebäude erhaltend zu sanieren. Die Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten wurden 2008 abgeschlossen. Heute beherbergt die Garage das Jüdische Museum.

No. 6 – Kommunehaus (1930)

Der Stahlskelettbau wurde 1929-30 vom Architekten I. Nikolaev an der Straße Ordžokidze errichtet. Neben 6 mal 2 Meter kleinen Schlafkabinen verfügte das Kommunehaus über ein ausgeklügeltes System von Gemeinschaftsräumen. 1968 verwandelte J. Belopol’skij den Schlaftrakt 1968 unter Nikolaevs Beteiligung in ein Studentenwohnheim. Seit Ende der 1980er Jahre befand sich das Haus in einem technisch schlechten Zustand, so dass 1996 der Rückbau begann. Ab 2007 wurde das Kommunehaus schließlich von V. Kuliš und N. Zajcev zum Wohnheim mit größeren Zimmern (11 oder 17 mal 2 Meter) rekonstruiert.

No. 7 – Pavillon 14 „Radioelektronik und Netze“ (1938)

Pavillon 14 – gebaut 1938 von Armenčaltyk’jan, E. Jakovlev und I. Šošenskij, umgestaltet von S. Znamenskij und A. Kolesničenko, 1949 rekonstruiert von Jakovlev und Šošenskij – diente den Leistungsschauen der Baškirer, Kalyker und Volgadeutschen ASSR, der Kujbyšever, Saratover, Stalingrader und Orenburger Verwaltungsgebiete. Fassade und Interieurs zeigten u. a. Bilder vom „Sieg über die deutsch-faschistische Armee“. 1959 formten V. Gol’štejn, I. Šošenskij und V. Štabskaja den Bau zum Ausstellungspavillon „Radioelektronik und Netze“, dessen Aluminiumverkleidung man 2014 wieder entfernte.

No. 8 – Pavillon 15 „Azerbajdžan“ (1939)

Der 1939 von S. Dadašev und M. Usejnov errichtete Pavillon der Azerbajdžaner SSR erhielt einen 16 Meter hohen, reich dekorierten Säuleneingang. Anfang 1950er Jahre verpasste man dem Hauptsaal eine bogenförmige Rahmung. 1963 wurde der Pavillon von der Architekturwerkstatt VdNCH SSSR (L. Marinovskij) für Computerausstellungen umgestaltet. Während man das Äußere 1967 mit Metallplatten verdeckte, blieb das Innere samt Marmorboden unangetastet. 2014 wurde die historische Fassade des Pavillons wiederhergestellt, der aktuell für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt wird.

No. 9 – Stanislavsky-Theater (1948)

An der Tverdskaja Straße errichete man 1915 das Kino „Ars“, das 1948 zum Stanislavsky-Theater umfunktioniert und erweitert wurde. Der neue Intendant Boris Juchananov initiierte 2013 eine grundlegende Modernisierung des Baus. Dem aktuellen Theatertrend folgend, wurden viele kleine Räume zu einer großen Fläche mit mobilen Wänden verbunden – für eine große und eine kleine Bühne, Bühnenbild-, Kostüm- und Dekorationswerkhallen, ein riesiges Foyer mit Ausstellungsfläche sowie einen begrünten Innenhof. Der Keller beherbergt Aufnahmestudios, eine Montagewerkstatt und Lagerräume.

No. 10 – Ausstellungshaus „Garage“ (1968)

Das 1968 errichtete und in 1980er Jahren ausgebrannte Café „Jahreszeiten“ verwandelte Rem Koolhaas 2015 in das Museum für Gegenwartskunst „Garage“. Im dreistöckigen Bau mit Dachterrasse sind – unter Erweiterung auf den Pavillon „Sechseck“ (1923) – Ausstellungs- und Vortragssäle, Bibliothek, Mediathek und Café untergebracht. Von außen zeigt sich das Museum im Gorki Park als Container aus farblosem Polycarbonat. Im Inneren kontrastierte Koolhaas originale Wandgestaltung mit neuen Elementen: keine Restaurierung des Zustands von 1968, sondern eine Verbeugung vor der dahinterstehenden Idee.

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