Chemnitz: Diskussion um Busbahnhof

Chemnitz, Bus-Bahnhof, 1968 (Bild: Bundesarchiv Bild 183 G0108 0203 001, Foto: Wolfgang Thieme)
1968 gelobt als der „modernste Omnibus-Bahnhof der DDR“: der Busbahnhof in Chemnitz (Bild: Bundesarchiv Bild 183 G0108 0203 001, Foto: Wolfgang Thieme)

Zur Eröffnung galt er 1968 als „der modernste Omnibus-Bahnhof der DDR“, heute wird über die Zukunft des Chemnitzer Busbahnhofs diskutiert. Für rund sieben Millionen Mark überspannte das Pylonen-Hängedach, ein Experimentalbau der Deutschen Bauakademie, ein ehrgeiziges Nutzungsprogramm: „zwölf Abfahrtsbahnsteige, einen sechzig Meter langen Ankunftsbahnsteig sowie eine freitragende Wartehalle, in der Kassenschalter, Telefonzellen, Gepäckautomaten und Verkaufsstände“ für täglich 30.000 Fahrgäste.

Bald, so meldet die MoPo, steht der Busbahnhof jedoch ohne Funktion da, denn die Stadt will den Verkehrsknotenpunkt verlegen. „Danach“, so die MoPo weiter, „bleibt die bekannte Umsteige-Anlage an der Straße der Nationen aber stehen, denn das Pylonen-Hängedach steht unter Denkmalschutz – genauso wie Klapperbrunnen und Grünfläche nebenan.“ Diese würden in das hier neu entstehende Gelände der TU eingebunden. Die Initiative „Stadtbild Chemnitz“ hingegen äußert den Verdacht, dass doch alte Pläne – unter Niederlegung des Busbahnhofs – ausgeführt werden, die gerade erst nach Einspruch der Denkmalpflege gestoppt worden waren. Wie geht es also weiter für den denkmalgeschützten Omnibusbahnhof? (kb, 27.5.15)