Clemens Holzmeister und Schüler

Simmering, Krematorium (Bild: Thomas Lendl)
Simmering, Krematorium (Bild: Thomas Lendl)

Mehr als 700 Architekturstudenten wurden zwischen 1919 bis 1949 von Clemens Holzmeister (1886-1983) geprägt. Der österreichische Architekt lehrte 1919-23 in Innsbruck, 1924-38 und 1954-57 in Wien, 1928-33 in Düsseldorf und zuletzt 1940-49 in Istanbul. Gab es also eine regelrechte „Holzmeister-Schule“? Dieser Frage ist die Tagung – in Zusammenarbeit mit der Albertina Wien und dem DAM Deutschen Architekturmuseum Frankfurt/Main – „Holzmeister & seine Schüler“ in Innsbruck vom 16. bis zum 18. Oktober 2014 gewidmet.

Die Referenten sprechen über das „Prinzip“ Meisterschule oder die Ausbildung an Technischen Universitäten Akademien, Kunst- und Kunstgewerbeschulen. Das Umfeld von Holzmeister wird mit anderen Meisterschulen – von Peter Behrens bis zu Lois Welzenbacher – verglichen angestellt. Darüber hinaus werden in den Beiträgen die Orte, an denen Holzmeister gelehrt untersucht und die politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beleuchtet. Die Referenten und Zeitzeugen diskutieren: Warum studierte man bei Holzmeister? Und wie verlief die weitere Karriere seiner Schüler? Die begleitende Ausstellung „Gibt es eine Holzmeister-Schule“, die noch bis zum 15. Januar 2015 im Forschungsinstitut Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck zu sehen ist, zeigt Originalzeichnungen und Modelle u. a. von Holzmeister und seinem Schülerkreis. (kb, 1.10.14)