Bonn, "Bundesbüdchen" 2006 (Bild: Hans Weingartz, CC BY-SA 2.0)

Comeback fürs Bundesbüdchen

Von 1957 bis 2006 stand ein nach Plänen des Architekten Ernst Meier errichtete Kiosk in der einstigen Bundeshauptstadt Bonn. Aber nicht irgendwo, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft des Deutschen Bundestags. Und folgerichtig haben sich dort Politiker vieler Generationen haben sich dort mit Überlebensnotwendigem wie Bonbons, Bockwurst oder Bild-Zeitung und versorgt. Das sogenannte „Bundesbüdchen“ war inoffizieller Politiktreffpunkt und steht aufgrund seiner charakteristischen Form und der „parlamentarischen Vergangenheit“ unter Denkmalschutz. Doch der alte Bundestag ist schon lange abgerissen, und auch das Kioskgebäude wurde vor nunmehr zwölf Jahren samt Fundament abgebaut, um dem „World Conference Center Bonn“ Platz zu machen. Seither wartet es auf einem Bauhof auf die Wiederaufstellung.

Die Bezirksregierung hat dem Förderverein Historischer Verkaufspavillon nun eine Förderung über 135.000 Euro für den Wiederaufbau des „Bundesbüdchen“ bewilligt. Wann genau das Büdchen wieder stehen werde, sei noch nicht sicher, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung am Montag. Sein neuer Standort solle sich an der Heussallee, ganz in der Nähe des ursprünglichen Standorts am heutigen Platz der vereinten Nationen befinden. (db, 6.3.18)

Bonn, „Bundesbüdchen“ 2006 (Bild: Hans Weingartz, CC BY-SA 2.0)