Berlin, Corbusierhaus (Bild: Jean-Pierre Dalbéra, CC BY 2.0)

Dem Corbusier sein Haus

Dem Corbusier sein Haus

Berlin, Corbusierhaus (Bild: Jean-Pierre Dalbéra, CC BY 2.0)
Wie die Wohnungseinrichtungen wohl aussehen mögen? Das Berliner Corbusierhaus (Bild: Jean-Pierre Dalbéra, CC BY 2.0)

Schon Pläne für den Sonntag? Flohmarkt? Wir hätten einen Tipp für das gehobene Trödeln: Am 8. Mai findet im Corbusierhaus (Flatowallee 16, 14055 Berlin) eine Wohnungsauflösung statt. Zwischen 11.00 und 16.00 Uhr gibt es in der Wohnung 237 einen „großen Ausverkauf“, so der Ankündigungstext auf Facebook: Möbel, Geschirr, etc. von Corbusier, Perriand, Aalto, Rams, Starck, Thut und Eichenberger.

Der schöngeistige Hintergrund zum möglichen Shoppingerlebnis: Die „Unité d’Habitation“, die „Wohneinheit Typ Berlin“ wurde von Le Corbusier 1957 zur Interbau gestaltet. Ursprünglich sollte der Riegel als westliches Manifest gegen die Bauten der Ost-Berliner Karl-Marx-Allee (damals noch nach Stalin benannt) im Hansaviertel zu stehen kommen. Doch wegen der schieren Größe entschied man sich schließlich für ein städtisches Grundstück im „Heilsberger Dreieck“ nahe des Olympiastadions. Errichtet wurde der heute denkmalgeschützte Komplex mit 530 Wohnungen auf 17 Geschossen zwischen 1956 und 1958. So ist diese Ikone der Moderne auch ohne das Luxuströdeln einen Besuch wert. (kb, 7.5.16)