Gute Nachrichten aus München: Das Arabella-Hochhaus, das lange auf der Abrissliste stand, bekommt eine zweite Chance, und was für eine. 1969 nach den Plänen des Architekten Toby Schmidbauer errichtet, erhielt der Bau seinen klangvollen Namen nach einer Oper von Richard Strauss. Nach dem Konzept der Stadt in der Stadt verband der Komplex Funktionen wie privates Wohnen, Klinik, Ladengeschäfte und seit den Olympischen Spielen von 1972 auch ein Hotel – nicht zu vergessen die Musicland Studios, in denen von Queen bis zu den Rolling Stones namhafte Gruppen ihre Songs einspielten. Doch ab 2018 schien der Abriss des Arabella-Hochhauses beschlossene Sache – noch im November 2025 winkte die Stadt München am Standort den Bau neuer Hochhäuser durch.

An der Fassade sind Verändeeungen vorgesehen. In der Süddeutschen Zeitung beschreibt der Architekturkritiker Gerhard Matzig die geplante außenliegende Rolltreppe als, so sie denn in dieser Form kommt, „eine der längsten der Welt“. Mehr Großzügigkeit soll auch im Inneren einziehen, so ist ein Durchbruch über fünf Stockwerke geplant, das sog. Auge. Der Umbau der Bayerischen Hausbau, einer Tochter der Schörghuber Gruppe, ist für die Jahre 2030 bis 2032/35 angelegt, die Mieter:innen müssen also trotz allem den Bau verlassen. Nach der Sanierung sollen Hotel, Läden und privates Wohnen weiter Hand in Hand gehen, die Rede ist dabei von einer leichten Erhöhung der Wohnfläche – die neuen Betreiber:innen sprechen von teils „preisgedämpftem Wohnen“. Mit der Sanierung sollen rund 20.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Mehr Öffentlichkeit soll dem Bau zukommen, u. a. durch eine Passage sowie ein begrüntes Dach mit Sportanlagen und Weitblick. (kb, 22.6.26)

München, Arabella-Hochhaus (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 4.0, 2019)

München, Arabella-Hochhaus (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 4.0, 2019)

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