Das Auge des Arbeiters

Auftritt der Agitpropgruppe "Rote Raketen" vor der Geschäftsstelle der Internationalen Arbeiterhilfe Dresden im Jahr 1930 (Foto: Willi Zimmermann, Copyright: Stadtmuseum Dresden)
Auftritt der Agitpropgruppe „Rote Raketen“ vor der Geschäftsstelle der Internationalen Arbeiterhilfe Dresden (Foto: Willi Zimmermann, 1930, Copyright: Stadtmuseum Dresden)

Schnell nach Dresden, denn nur noch bis zum 12. Juli 2015 wird hier im Stadtmuseum die Ausstellung „Das Auge des Arbeiters. Arbeiterfotografie in der Weimarer Republik“ gezeigt. Die Präsentation, Ergebnis eines langjährigen Forschungsprojekts, dokumentiert die „Demokratisierung“ der Bildproduktion nach dem Ersten Weltkrieg. Mit der Kamera war die Fotografie um 1930 für einen breiten Personenkreis erschwinglich.

Neben Amateuraufnahmen zeigten nun auch die illustrierten Massenpresse und der Film erstmals Bilder von Arbeitern über Arbeiter: ihren Alltag in den Familien und Fabriken, ihren Kampf auf den Straßen, ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft. In der Dresdener Ausstellung werden Aufnahmen aus sächsischen Sammlungen in Beziehung gesetzt zu weiteren Objekten, Bildern und Symbolen aus dem Arbeitermilieu. Sie lassen lebendig werden, wie die Arbeiterschaft mit ihren besonderen Themen langsam in den öffentlichen Raum vordrang. Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. (kb, 26.6.15)