Das Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht (Bild: Jovis)
Zur Architektur des Bundesverfassungsgerichts ist im Jovis-Verlag eine neue Publikation erschienen (Bild: Jovis)

Als der Umzug nach Bayern drohte, wurde neu gebaut: Das Bundesverfassungsgericht war in Karlsruhe die ersten Jahre in einer historistischen Stadtvilla untergebracht. Doch um 1960 brauchte es mehr Platz – und München kam als neuer Standort ins Gespräch. Schließlich wurde dann doch im Karlsruher Schlosspark neu gebaut. Das Ergebnis ist – durch zahlreiche fernsehrelevante Urteile – wohl einer der bekanntesten modernen Bauten der Bonner Republik.

Das 1965-69 von Paul Baumgarten (1900-84) gestaltete Gebäude vertrat die junge Demokratie wirkungsvoll durch moderne transparente Formen. Nach einer umfassenden Sanierung des Baukunstwerks tagt das höchste deutsche Gericht wieder in den modernen Räumen. Das Buch – herausgegeben vom Architekturkritiker Falk Jaeger – umreißt die Baugeschichte, berichtet aber auch von der Geschichte und Arbeit des Gerichts. Zudem wird die jüngste Sanierung in vielen Details vorgestellt. (kb, 26.11.14)

Jaeger, Falk (Hg.), Transparenz und Würde. Das Bundesverfassungsgericht und seine Architektur, hg. vom Bundesverfassungsgericht und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Jovis-Verlag, 2014, 176 Seiten, ca. 250 Farb- Abbildungen, 24 x 30 cm, deutsch: ISBN 978-3-86859-286-3, englisch: ISBN 978-3-86859-340-2.