Bonn, Hauptbahnhof, Führung der Werkstatt Baukultur (Bild: Constanze Falke)

Das Ende vom „Bonner Loch“?

Das Ende vom „Bonner Loch“?

Bonn, Hauptbahnhof, Führung der Werkstatt Baukultur (Bild: Constanze Falke)
Manche Schönheiten erschließen sich erst in der Erklärung – hier das „Bonner Loch“ bei einer Führung der dortigen Werkstatt Baukultur (Bild: Constanze Falke)

Gestern fiel die Entscheidung: Die „Südüberbauung“ und das sog. „Bonner Loch“ sind bald schon Geschichte. Im Oktober, so meldet der Bonner Generalanzeiger, sollen die Arbeiten beginnen und im Januar 2017 der Abriss sichtbar werden. Der Investor Albert ten Brinke will bis 2019 das Maximilian-Center fertigstellen und hier u. a. eine Zweigstelle der Textilkette Primark unterbringen.

Die letzte Gestaltung des Bahnhofsumfelds entstand 1979 nach Plänen des Architekten Friedrich Spengelin als programmatisch stadtoffene Geste. Mit den Jahren wurde die Anlage jedoch vernachlässigt und als „Schmuddelecke“ kritisiert. Erste Überlegungen zur Neubebauung starteten in den 1980er Jahren mit – unverwirklichten – Entwürfen von Matthias Ungers. Seitdem flammten immer wieder Vorschläge auf, diese „Visitenkarte“ der Stadt „aufzuwerten“. Noch steht die Baugenehmigung für das aktuelle Abriss- und Neubauvorhaben aus, aber wenn die Investoren ihre Pläne schon gemeinsam mit dem OB vorstellen … (kb, 11.6.16)